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KI DAYS
© Mike Siblik

KI Days Vorarlberg: Künstliche Intelligenz in der praktischen Anwendung

Von 28. bis 30. September stand im forum Vorarlberg am CAMPUS V alles im Zeichen von Künstlicher Intelligenz:

Lesedauer: 6 Minuten

Aktualisiert am 01.10.2026

Bei den KI Days Vorarlberg kamen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und weitere Interessierte zusammen, um aktuelle KI-Entwicklungen einzuordnen, konkrete Anwendungen kennenzulernen und neue Kooperationen anzustoßen. „KI ist ein brandheißes und unglaublich spannendes Thema. Mit WISTO, WKV und FHV waren zudem tolle Veranstalter dabei, da konnte man auf jeden Fall etwas mitnehmen“, sagte Franz Marent, Financial Operations bei Jäger Bau, der die KI Days besuchte.

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft nachhaltig. Die wachsende Bedeutung des Themas für Unternehmen zeigte sich auch in der großen Resonanz auf die dreitägigen KI Days: Rund 250 Teilnehmende aus vielfältigen Branchen nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen, praxisnahe Einblicke zu gewinnen und konkrete KI-Anwendungen kennenzulernen. Die KI Days brachten dabei die gesamte Bandbreite der Vorarlberger Innovationslandschaft zusammen: von global tätigen Industriekonzernen über hochspezialisierte Klein- und Mittelbetriebe bis hin zu innovativen KI-Start-ups sowie Akteur aus Forschung und Bildung.

„Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologieexpert:innen sind entscheidend, damit Unternehmen Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und gewinnbringend einsetzen können. Darin liegen enorme Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Entscheidend ist, dass Unternehmen Zugang zu Know-how, den richtigen Partnern und konkreten Anwendungsfällen erhalten. Die KI Days bringen diese Kompetenzen zusammen und schaffen Raum für Austausch, Vernetzung und konkrete Lösungen“, ist Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, überzeugt.

Das forum Vorarlberg bot den KI Days den idealen Rahmen: Die moderne Architektur, die innovative technische Ausstattung und die futuristische Atmosphäre passten hervorragend zum zukunftsorientierten Charakter der Veranstaltungsreihe und machten den Ort selbst zu einem Teil des KI-Erlebnisses. Im Mittelpunkt standen dabei jedoch nicht nur technologische Entwicklungen, sondern vor allem die Frage, wie Unternehmen diese Chancen konkret nutzen können.

KI zum Verstehen, Ausprobieren und Weiterdenken
Das Programm spannte den Bogen von strategischen Fragestellungen bis hin zu konkreten Anwendungen und machte KI unmittelbar greifbar. Keynotes, Breakout-Sessions und Diskussionsformate gaben Einblicke in technologische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitswelt. Besonders umsetzungsorientiert wurde es in der KI-Werkstatt: Teilnehmer entwickelten aus eigenen betrieblichen Herausforderungen direkt am Laptop mithilfe von KI eine digitale Lösung und nahmen am Ende einen ersten funktionsfähigen Prototypen mit zurück ins Unternehmen. Beim KI-Marktplatz konnten Besucher Demonstratoren und Anwendungen direkt ausprobieren, mit Expert diskutieren und Einsatzmöglichkeiten für den eigenen Unternehmensbereich kennenlernen. Ein Beispiel dafür war eine KI-gestützte Baustellendokumentation für Handwerksbetriebe, die aus Stichworten automatisch Protokolle und Prüfberichte erstellt oder Rechnungslegungsprozesse anstößt.

Wie vielfältig die bereits verfügbaren Lösungen sind, zeigte auch die AI Factory, die als Aussteller bei den KI Days vertreten war. Julian Just, AI & Innovation Expert der AI Factory, erläuterte: „Wir waren als Aussteller dabei, weil wir den ‚West-Satelliten‘ der AI Factory Austria in Innsbruck betreuen. Uns war wichtig zu erfahren, wie die Lage in Vorarlberg aussieht, unsere Services und Angebote vorzustellen und vor allem die Bedürfnisse der Unternehmen vor Ort kennenzulernen. Als AI Factory wollen wir eine zentrale Anlaufstelle für KI in Österreich sein, Menschen und Expert vernetzen und eine souveräne KI-Infrastruktur bereitstellen.“

Die KI-Pitches zeigten konkrete Lösungen aus Wirtschaft und Forschung – von datenbasierten Anwendungen über Automatisierung bis hin zu neuen Möglichkeiten durch generative KI. Vorgestellt wurde unter anderem eine Lösung, die KI- und Datenanwendungen entwickelt, mit denen Mitarbeiter alltägliche Arbeitsabläufe automatisieren und effizienter gestalten können. Auch das DIH West Forum, das am zweiten Veranstaltungstag im Rahmen der KI Days stattfand, widmete sich der Frage, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz erfolgreich in die Praxis bringen können.

„Der Digital Innovation Hub West unterstützt KMU bei der digitalen Transformation und schafft Zugang zu Know-how, Technologien und Netzwerken. Gerade für kleinere Unternehmen, die oftmals nicht über ausreichende eigene Ressourcen verfügen, ist es wichtig, KI-Lösungen kennenzulernen, die für den eigenen Anwendungsbereich relevant sind. Auch als WISTO verstehen wir uns als Schnittstelle zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen, um den Wissens- und Technologietransfer zu stärken und somit Innovationsvorhaben zu forcieren“, sagt Tina Mäser, verantwortlich für den Bereich Technologietransfer bei der WISTO und Projektleiterin Vorarlberg des DIH West.

Vernetzung als Schlüssel für erfolgreiche KI-Anwendungen
Eine zentrale Erkenntnis der KI Days: Der Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Technologieanbietern ist entscheidend, damit aus Ideen konkrete Anwendungen entstehen. Besonders gefragt waren daher praxisnahe Einblicke, persönliche Gespräche und die Möglichkeit, konkrete Herausforderungen zu diskutieren.

„Die Einführung von KI gelingt nicht allein durch Technologie, sondern durch Menschen, die diese Technologien verstehen und sinnvoll einsetzen können. Als Fachhochschule sehen wir unsere Rolle darin, Wissen zugänglich zu machen, Kompetenzen aufzubauen und gemeinsam mit Unternehmen an praxisnahen Lösungen zu arbeiten“, erklärt Markus Preißinger von der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences. Auch Jamine Ponudic, People & Organization Manager bei Fusonic, unterstrich die Bedeutung des Austauschs: „Ich bin zu den KI Days gekommen, weil KI ein Thema ist, das uns alle in Vorarlberg und darüber hinaus beschäftigt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns dazu austauschen, voneinander lernen und gemeinsam das Beste für unseren Standort herausholen. Ich habe mich gefreut, viele Erfahrungen und neue Impulse mitzunehmen.“

Auch die Frage, welche Kompetenzen es im Umgang mit KI künftig braucht, spielte bei den KI Days eine zentrale Rolle. Isabell Welpe, Keynote-Speakerin und Inhaberin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation an der TU München, betonte: „Zu den wichtigsten Future Skills zählt für mich unternehmerisches Handeln. Wenn ein Beruf auch im KI-Zeitalter nicht aussterben wird, dann ist es der der Unternehmerin oder des Unternehmers: Probleme lösen und proaktiv vorangehen. Ebenso wichtig sind kommunikative Fähigkeiten – denn auch KI will geführt werden – sowie soziale und emotionale Kompetenzen.“

KI Days als Impuls für die weitere Entwicklung
Die KI Days Vorarlberg haben gezeigt, dass Künstliche Intelligenz bereits heute konkrete Chancen und Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen bietet. Gleichzeitig wurde deutlich: Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz sind Wissen, Vernetzung und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innen.

Factbox KI Days Vorarlberg
28.–30. September 2026 | CAMPUS V, Dornbirn
Inhalt: Drei Tage Programm rund um Künstliche Intelligenz
Teilnehmer:innen: Rund 250 Personen aus Gewerbe und Handwerk, Industrie, Handel, IT, Tourismus, Beratung, Dienstleistung sowie Forschung und Entwicklung
Website: https://www.b2match.com/e/ki-days-2026
Veranstalter:

  • Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO)
  • Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV)
  • FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences

Partner:

  • Digital Innovation Hub West
  • HYPO Vorarlberg

Highlights:

  • Keynotes mit Isabell Welpe (TU München), Malcolm Werchota (KI-Transformationsexperte und Unternehmer) und Sabrina Schneider (FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences)
  • KI-Pitches mit Lösungen aus Wirtschaft und Forschung
  • KI-Marktplatz mit Demonstratoren zum Ausprobieren
  • DIH West Forum mit Fachimpulsen und Vernetzung
  • Breakout-Sessions zu aktuellen KI-Themen
  • 1:1-Matchmaking für neue Kontakte und Kooperationen
  • KI-Werkstatt zur Entwicklung eigener Prototypen
  • Poetry Slam „Mensch trifft Maschine“