Neuer Rekord bei Unternehmensnachfolgen
358 Unternehmensübernahmen im Jahr 2025 sichern Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort Vorarlberg.
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Mit 358 Betriebsübernahmen verzeichnete Vorarlberg 2025 einen neuen Höchststand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1998. Damit wurde der Vorjahresrekord von 350 Übergaben erneut übertroffen; das sind 2,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Auch bundesweit wurde ein Spitzenwert mit 8.202 Unternehmensnachfolgen erreicht, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2021 wurden in Österreich damit mehr als 37.000 Betriebe erfolgreich in die nächste Generation geführt.
Spartenmäßig dominierten österreichweit Gewerbe und Handwerk mit 30,5 Prozent, gefolgt vom Tourismus und der Freizeitwirtschaft mit 25,1 Prozent sowie dem Handel mit 19,9 Prozent. Die Gastronomie bildete mit 1.575 Übernahmen die stärkste Branche, vor Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie mit 779 Fällen.
Jede gelungene Nachfolge sichert Arbeitsplätze, Lehrstellen, regionale Wertschöpfung und Know-how. Daten der KMU Forschung Austria belegen diesen Effekt: 61 Prozent der übernommenen Betriebe steigern ihren Umsatz, 60 Prozent investieren mehr und 36 Prozent schaffen zusätzliche Arbeitsplätze.
„Um diesen Prozess zu begleiten, verzeichnete die Wirtschaftskammer Vorarlberg 2025 über 200 Beratungskontakte“, berichtet Matthias Frieß, Leiter des Gründerservice. Das Angebot der Nachfolgeberatungen reicht von persönlichen Gesprächen und geförderten Beratungen über Steuersprechtage mit der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) bis zur Informationsveranstaltung „Fit in die Zukunft Betriebsübergabe erfolgreich planen und umsetzen“. Neu ist ein Beratungsscheck für Vorsorgemaßnahmen bei Vorarlberger Notarinnen und Notaren. Zudem bietet die kostenlose Nachfolgebörse des Gründerservice mit mehr als 1.000 aktiven Inseraten die größte Online-Plattform dieser Art in Österreich.
Diese Infrastruktur gewinnt weiter an Bedeutung, da in den nächsten Jahren eine umfangreiche Nachfolgewelle bevorsteht. Bis 2034 stehen österreichweit rund 52.500 Arbeitgeberbetriebe – etwa 23 Prozent aller Unternehmen, ohne Ein-Personen-Unternehmen – zur Übergabe an. Daran hängen rund 705.000 Arbeitsplätze.
Kontakt Nachfolgeberatungen:
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