Regionale Wertschöpfung im Fokus: Neues Vergabehandbuch der WKV vorgestellt
Die Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) unterstützt beim Umgang mit der elektronischen Vergabeplattform ANKÖ und präsentiert die Neuauflage ihres „Handbuchs zur Regionalvergabe mit Praxisbeispielen“.
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Die Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) informierte im Rahmen der gestrigen Veranstaltung über die wesentlichen Neuerungen der mit 1. März 2026 in Kraft getretenen Novelle des Bundesvergabegesetzes (BVergG 2026).
Ziel der Veranstaltung war es, teilnehmenden Unternehmen – sowohl online als auch vor Ort – einen praxisnahen Überblick über die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das notwendige Handwerkszeug für einen sicheren Umgang mit der elektronischen Vergabeplattform ANKÖ zu geben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen somit neben den rechtlichen Neuerungen durch das BVergG 2026 insbesondere praxisnahe Einblicke sowie konkrete Tipps für eine effiziente und erfolgreiche Teilnahme an eVergabeverfahren über die Vergabeplattform ANKÖ.
Mit der Neuauflage des Vergabehandbuchs wiederum bezweckt die Wirtschaftskammer Vorarlberg, insbesondere öffentlichen Auftraggebern ein praxisorientiertes Nachschlagewerk an die Hand zu geben, bestehende vergaberechtliche Handlungsspielräume bestmöglich zu nutzen, um eine regional orientierte Vergabepraxis zu leben - dies zum Nutzen der regionalen Wirtschaft, der öffentlichen Hand und der Bevölkerung vor Ort.
Die WKV unterstreicht dabei die zulässigen Möglichkeiten und Chancen der Regionalvergabe, etwa durch gewerksweise Vergabe, Losteilung und die Anwendung des Bestbieterprinzips unter Berücksichtigung entsprechender Kriterien.
„Öffentliche Aufträge sind ein wichtiger Impuls für die regionale Wertschöpfung. Umso wichtiger ist es, die neuen Rahmenbedingungen zu kennen und gezielt zu nutzen“, betont Julian Fässler, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Unsere regionalen Unternehmen sichern Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Lebensqualität in unserem Land. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir alles daransetzen, die Wertschöpfung in der Region zu halten.“
„Regional vergeben bedeutet, die Region zu beleben. Wenn Aufträge an heimische Betriebe gehen, bleiben Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen im Land. Davon profitieren nicht nur die Unternehmen, sondern die gesamte Gesellschaft“, erklärt Fässler weiter. Während Billigstangebote kurzfristig günstiger erscheinen können, führen sie langfristig oft zu höheren Kosten, etwa durch geringere Qualität oder höheren Wartungsaufwand. Das Bestbieterprinzip ermöglicht hingegen die Berücksichtigung qualitativer, ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Kriterien wie beispielsweise Lebenszykluskosten, Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit. Dadurch entstehen langfristig wirtschaftlichere und beständige Lösungen. „Gerade regionale Unternehmen können ihre Stärken im Rahmen des Bestbieterprinzips häufig besonders ausspielen“, verdeutlicht Stephanie Hollenstein, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Das Handbuch steht online unter Handbuch zur Regionalvergabe der Wirtschaftskammer Vorarlberg zur Verfügung.