Sachbezug für E-Dienstwagen: Schwerer Schlag für das Vertrauen in die Politik
Die geplante steuerliche Neubewertung der privaten Nutzung von E-Dienstwagen wird von der Wirtschaft scharf kritisiert.
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„Aus Sicht der Betriebe und ihrer Mitarbeitenden bedeutet die geplante Massnahme faktisch eine Erhöhung der Lohnnebenkosten sowie eine Schwächung bewährter Anreizsysteme. Gerade noch wurde die erste Etappe einer Senkung der Lohnnebenkosten gefeiert, schon folgt eine zunächst verschwiegene Gegenfinanzierungsmaßnahme, verbunden mit einem schweren Verstoß gegen den Vertrauensgrundsatz", betont WKV-Präsident Karlheinz Kopf.
Viele Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren gezielt auf E-Fahrzeuge umgestellt und ihre Flottenstrategien sowie Mitarbeiter-Benefits im Vertrauen auf die geltenden steuerlichen Rahmenbedingungen gestaltet. Diese Planungssicherheit werde nun nachträglich mit Füssen getreten. „Wenn der Sachbezug für E-Dienstwagen deutlich steigt, bedeutet das eine reale Schlechterstellung für Beschäftigte und zusätzliche Kosten für Unternehmen“, sagt Karlheinz Kopf.
Besonders kritisch wird gesehen, dass damit auch ein zentrales Instrument zur Förderung der E-Mobilität im Unternehmensbereich geschwächt wird. Firmenflotten gelten als wesentlicher Treiber der Elektrifizierung des Verkehrs. „Wir fordern daher eine Überprüfung der geplanten Maßnahme unter Berücksichtigung von Planungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und den klimapolitischen Zielsetzungen“, hebt Kopf hervor.