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Konjunkturdarstellung Grafik
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Stimmungsbarometer IC: Leichte Aufhellung, aber keine Entwarnung für Vorarlberg

Die Stimmung in der Vorarlberger Informations- und Consultingwirtschaft verbessert sich leicht. Die wirtschaftliche Zurückhaltung bleibt jedoch spürbar.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 01.11.2026

Vor allem geringe Kundenbudgets und ausbleibende Investitionen bremsen das Wachstum. Gleichzeitig unterstreichen aktuelle österreichweite Wirtschaftsdaten die zunehmende Bedeutung der Branche als Innovations- und Wachstumsmotor. 

Das aktuelle Stimmungsbarometer der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Vorarlberg für das dritte Quartal 2026 zeigt erste vorsichtige Anzeichen einer Erholung. Der Stimmungsindex ist gegenüber dem Vorquartal von 58 auf 60 Punkte gestiegen. „Von einer echten Aufbruchstimmung kann allerdings noch keine Rede sein. Auch die Umsatzentwicklung bleibt mit einem leichten Rückgang von durchschnittlich ein Prozent weitgehend stabil. Eine nachhaltige Trendwende ist damit noch nicht erkennbar“, betont Dieter Bitschnau, Spartobmann Information und Consulting. 

Zurückhaltende Investitionen bremsen das Wachstum
Die größte Herausforderung liegt derzeit weniger im Angebot der Unternehmen als vielmehr in der Nachfrage. Für 45 Prozent der befragten Betriebe sind geringere Kundenbudgets und zurückhaltende Investitionen das größte Hindernis für weiteres Umsatzwachstum. Bitschnau: „Viele Kundinnen und Kunden verschieben Investitionsentscheidungen oder reduzieren ihre Ausgaben. Das erschwert die Gewinnung neuer Aufträge und begrenzt die Wachstumsmöglichkeiten. Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt damit ein wesentlicher Belastungsfaktor für die Branche.“

Bestehende Kundenbeziehungen sorgen für Stabilität
Gleichzeitig zeigt die Befragung, worauf sich die Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten verlassen können: Dienstleistungen, Beratung und spezialisiertes Fachwissen bilden das Rückgrat der Sparte. Besonders wichtig sind langjährige Kundenbeziehungen und Folgeaufträge. Sie sorgen für Kontinuität und unterstreichen, wie entscheidend Vertrauen, Qualität und persönliche Betreuung für den wirtschaftlichen Erfolg sind.

Branche bleibt wichtiger Innovations- und Wachstumsmotor
Trotz der aktuellen Herausforderungen unterstreichen österreichweite Wirtschaftsdaten die langfristige Bedeutung der Informations-, Kommunikations- und Beratungsbranchen. Laut aktuellem Branchenmonitor der Wirtschaftskammer Österreich auf Basis von IHS-, WIFO- und Statistik-Austria-Daten wird für 2026 ein Wachstum der Bruttowertschöpfung von 2,2 Prozent prognostiziert. Die Branche ist damit nicht nur selbst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern unterstützt durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und spezialisiertes Know-how auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit anderer Wirtschaftszweige.

Vorsichtiger Optimismus statt Aufbruchstimmung
Insgesamt zeichnet das aktuelle Stimmungsbarometer ein differenziertes Bild: Erste Anzeichen einer Stimmungsaufhellung sind erkennbar, doch für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung braucht es vor allem wieder mehr Investitionsbereitschaft und Planungssicherheit. Die Unternehmen beweisen in einem schwierigen Umfeld Stabilität und bleiben zugleich wichtige Partner für Innovation und Transformation. Damit dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, braucht es jedoch neue wirtschaftliche Impulse“, sagt der Spartenobmann.

Grundlage: Stimmungsbarometer der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Vorarlberg, September 2026 (227 teilnehmende Mitgliedsbetriebe), sowie WKÖ-Branchenmonitor 3/2026.