Vorarlberger Seilbahnen behaupten Niveau – trotzdem schwierige Saison mit herausforderndem März
Die Vorarlberger Seilbahnen ziehen mit Ende der Wintersaison 2025/26 eine insgesamt verhaltene Bilanz. Zwar konnte das hohe Niveau des außergewöhnlich starken Winters 2024/25 in weiten Teilen gehalten werden, allerdings zeigte sich insbesondere im März deutlich, wie herausfordernd die Rahmenbedingungen in dieser Saison waren.
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„Angesichts der Rahmenbedingungen können wir insgesamt davon sprechen, dass das Niveau gehalten wurde – auch wenn uns vor allem der März deutlich vor Augen geführt hat, wie schwierig einzelne Saisonphasen verlaufen können", sagt Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen.
Der Winter war von viel Sonnenschein und gleichzeitig ausreichend Naturschnee geprägt – grundsätzlich eine günstige Ausgangslage. Gleichzeitig hat sich jedoch erneut gezeigt, wie stark die Branche von stabilen Rahmenbedingungen abhängt. Insbesondere die technische Beschneiung erwies sich einmal mehr als entscheidender Faktor. Skigebiete mit konsequenter Beschneiung konnten die sonnigen Phasen besser nutzen und die Pistenqualität aufrechterhalten. „Die technische Beschneiung ist und bleibt eine zentrale Grundlage, um unter zunehmend wechselhaften Bedingungen überhaupt verlässlich wirtschaften zu können", erklärt Gapp. Nach dem außergewöhnlich starken Winter 2024/25 zeigt die aktuelle Saison damit eine Stabilisierung – allerdings unter deutlich anspruchsvolleren Voraussetzungen. Gerade die Entwicklungen im März unterstreichen, wie wichtig Anpassungsfähigkeit für die Zukunft der Vorarlberger Seilbahnwirtschaft ist.
Technisch beschneite Skigebiete: Stabile Entwicklung mit leichten Einbußen bei Gästen
Auch die technisch beschneiten Skigebiete Vorarlbergs konnten die Wintersaison insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres halten. Der Winterumsatz entwickelte sich mit +1,9 Prozent nahezu unverändert. Bei den Ersteintritten wurde hingegen ein leichter Rückgang von -0,67 Prozent verzeichnet. Die durchschnittliche Anzahl an Betriebstagen lag bei 130,20 Tagen. Trotz insgesamt stabiler Zahlen zeigt sich auch hier, dass die Gästeentwicklung nicht ganz an das Vorjahr heranreichte.
Technisch nicht beschneite Skigebiete: Rückgänge und vorzeitige Saisonenden
Die technisch nicht beschneiten Skigebiete verzeichneten eine insgesamt rückläufige Entwicklung. Der Winterumsatz ging um 29,25 Prozent zurück, die Ersteintritte um
32,50 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl an Betriebstagen lag bei 67,75 Tagen. Zwei Drittel dieser Gebiete konnten die Wintersaison wie geplant abschließen, während ein Drittel den Betrieb witterungsbedingt vorzeitig einstellen musste.
„Gerade die Skigebiete ohne technische Beschneiung spüren die Auswirkungen von Witterungsschwankungen besonders deutlich. Die diesjährige Saison hat gezeigt, wie rasch sich schwierige Phasen – wie etwa im März – auf das Gesamtergebnis auswirken können. Der März entwickelt sich zunehmend zu einem Unsicherheitsfaktor, der die Planbarkeit erheblich erschwert“, betont Gapp.
Fokus auf den Sommer 2026
Nach Abschluss der Wintersaison richtet sich der volle Fokus nun auf die kommende Sommersaison. Die Vorarlberger Seilbahnbetreiber erwarten sich durchwegs eine ähnliche, wenn nicht sogar bessere Sommersaison 2026 im Vergleich zum Sommer 2025. „Die Zeit von Frühling bis Herbst gewinnt weiter an Bedeutung. Darauf richten wir jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit. Unsere Berge sind längst ganzjährig attraktive Erlebnisräume; diese Entwicklung wollen wir konsequent weiter stärken. Sowohl für Einheimische, als auch für Gäste“, betont Gapp abschließend.
Voraussichtliche Betriebszeiten der Vorarlberger Bergbahnen Frühling-Sommer-Herbst (bei der WKV gemeldete Bergbahnen, Stand: 16. April 2026):
9. April 2026 – Großwalsertaler Seilbahnen
1. Mai 2026 - Skiliftgesellschaft links der Breitach GmbH & Co
1. Mai 2026 – Montafoner Kristbergbahn
1. Mai 2026 – Pfänderbahn AG
8. Mai 2026 – Kleinwalsertal Bergbahn AG
8. Mai 2026 – Brandnertal
14. Mai 2026 – Silvretta Montafon
21. Mai 2026 – Laterns
23. Mai 2026 – Faschina
23. Mai 2026 – Mellau
23. Mai 2026 – Damüls (Wochenendbetrieb)
12. Juni 2026 – Gargellen
18. Juni 2026 – Lech-Zürs