WKV-Kopf: Verpackungsabgabe gefährdet Vorarlberger Leitbetriebe und Wertschöpfung
Die geplante Einführung einer nationalen Abgabe auf Einwegkunststoffverpackungen sorgt in Vorarlberg für wachsenden Unmut. Aus Sicht der Wirtschaftskammer Vorarlberg würde eine solche Maßnahme den Druck auf die Betriebe weiter erhöhen – und das in einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Phase.
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WKV-Präsident Karlheinz Kopf warnt vor spürbaren Folgen für den Standort: „Unsere Unternehmen sind bereits mit massiv gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Transportkosten konfrontiert. Eine zusätzliche Verpackungsabgabe würde diese Belastungen weiter verschärfen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe beeinträchtigen und ist daher entschieden abzulehnen.“
Besonders betroffen wäre Vorarlberg aufgrund seiner starken Verpackungs- und Kunststoffindustrie. Mit international erfolgreichen Unternehmen zählt das Land zu den bedeutenden Standorten der Branche. Diese Unternehmen investieren seit Jahren intensiv in Recycling und Kreislaufwirtschaft und stehen gleichzeitig im globalen Wettbewerb.
Eine zusätzliche Abgabe würde sich zudem entlang der gesamten Wertschöpfungskette auswirken und letztlich auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommen. Vor diesem Hintergrund lehnt die WKV sowohl die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit als auch die ökologische Treffsicherheit der Maßnahme ab.
Gerade im grenznahen Wettbewerb sieht WKV-Präsident Karlheinz Kopf Risiken für den Standort Vorarlberg. Nationale Alleingänge könnten zu Wettbewerbsnachteilen führen und Investitionen bremsen.
„Was unsere Betriebe jetzt brauchen, ist Entlastung und Planungssicherheit. Zusätzliche Abgaben wären in der aktuellen Situation ein falsches Signal für den Standort und würden den Preisdruck weiter erhöhen“, hält Kopf fest.