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Wirtschaftsparlament 2026
© Matthias Rhomberg

WKV-Präsident Karlheinz Kopf: „Ablehnung in Frastanz ist standort- und energiepolitisch höchst bedauerlich“

Mit Bedauern reagiert WKV-Präsident Karlheinz Kopf auf die Ablehnung des geplanten Reststoff-Kraftwerks der Rondo Ganahl AG durch die Gemeindevertretung von Frastanz.

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Aktualisiert am 17.04.2026

„Es ist schade, dass die geschürten Ängste die Oberhand über die Notwendigkeit von regionaler Infrastruktur für die Energiewende gewonnen haben“, betont WKV-Präsident Kopf. Das geplante Kraftwerk würde ein starkes Signal für nachhaltige, regionale Energiegewinnung setzen, das Klima schonen, gelebte Kreislaufwirtschaft ermöglichen und überdies die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens entscheidend stärken. In Europa sei es längst Standard, dass energieintensive Betriebe wie Papierfabriken eigene Kraftwerke betreiben. 

„Wir sind hier – noch – eine der wenigen Ausnahmen. Die Zeiten vermeintlich günstiger Energieimporte sind vorbei. Spätestens seit der Energiekrise und den geopolitischen Verwerfungen ist klar, wie verwundbar wir geworden sind.“ Mit der Inbetriebnahme des Reststoffkraftwerks könnte der Erdgasverbrauch in Vorarlberg auf einen Schlag um rund sieben Prozent reduziert werden. 

„Das ist kein Randprojekt, das ist ein substanzieller Beitrag zur Versorgungssicherheit und Energiewende.“ Zum Abschluss formuliert der WKV-Präsident eine grundsätzliche Kritik am Umgang mit Infrastrukturvorhaben: Resilienz stehe hoch im Kurs, doch ausgerechnet jene Projekte, die sie konkret stärken würden, stoßen auf Widerstand. Und auch regionale Wertschöpfung finde nur dann Zustimmung, wenn sie möglichst ohne sichtbare Auswirkungen bleibt. Für Kopf ist klar: Diese Haltung ist auf Dauer nicht tragfähig.