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Veranstaltung: Wie die KI entscheidet
© Cem Say | WKW

Wie KI entscheidet, wer gefunden wird

Expertentipps für Margaretener Unternehmen

Lesedauer: 6 Minuten

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03.06.2026

Aktuelles Zukunftsthema sorgt für großes Interesse

Am 28. Mai 2026 wurde der ApoRoom in Margareten zum Treffpunkt für Unternehmer:innen aus dem Bezirk, die sich im Rahmen des WKOimBezirk-Businesstreffens mit einer Frage beschäftigten, die zunehmend über Sichtbarkeit und wirtschaftlichen Erfolg mitentscheidet: „Wie KI entscheidet, wer gefunden wird“. Das Interesse für das Thema war entsprechend groß.

ApoServ GmBH und der ApoRoom – Raum für Innovation und Begegnung

Ein besonderer Dank gilt der ApoServ GmbH sowie Peter Gartus und seinem Team für die Gastfreundschaft. Das Wiener Unternehmen hat sich als kompetenter Partner für Apotheken etabliert und bietet innovative Gesamtlösungen in den Bereichen technische Infrastruktur, Kommunikationssysteme, Nachtdienstportale, Abholfächer und digitale Informationssysteme für Apotheken an. Als Spezialist für die Planung, den Bau und die Ausstattung von Apotheken etabliert und begleitet das Unternehmen seine Kund:innen mit umfassender Expertise von der Konzeption bis zur Umsetzung. 

Neben seinem Kerngeschäft hat ApoServ mit dem ApoRoom darüber hinaus ein innovatives Veranstaltungs- und Meetingkonzept geschaffen. Der modern ausgestattete Begegnungs- und Veranstaltungsort bietet den idealen Rahmen für Workshops, Vorträge, Netzwerktreffen und geschäftliche Veranstaltungen. Der ApoRoom verbindet professionelle Infrastruktur mit einer angenehmen Atmosphäre und schafft so einen Ort, an dem Ideen entstehen, Wissen geteilt und neue Kooperationen geknüpft werden können. Damit beweist Peter Gartus eindrucksvoll, dass moderne Unternehmensentwicklung weit über das eigentliche Kerngeschäft hinausgehen kann. Die hervorragend ausgestatteten Räumlichkeiten boten den idealen Rahmen für einen inspirierenden Austausch zwischen Unternehmer:innen und trugen maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei. 

KI als neuer Gatekeeper der Sichtbarkeit

Unter dem Titel „Wie KI entscheidet, wer gefunden wird“ gab Leonhard Höller von Adversity praxisnahe Einblicke in die tiefgreifenden Veränderungen, die generative KI aktuell im Marketing und insbesondere in der Suche auslöst.

Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass generative KI nicht nur ein zusätzlicher Marketingkanal ist, sondern die größte Veränderung im Suchverhalten seit der Einführung des Internets darstellt. Nutzer:innen wenden sich zunehmend KI-Systemen zu, um direkt Antworten zu erhalten, anstatt klassische Suchergebnisseiten zu durchsuchen. Dadurch verändert sich die Art, wie Informationen konsumiert und Kaufentscheidungen getroffen werden, grundlegend.

Besonders hervorgehoben wurde, dass KI-Systeme Nutzer:innen entlang der gesamten Customer Journey begleiten – von der ersten Recherche bis zur finalen Kaufentscheidung. Studien zeigen, dass KI bereits als vertrauenswürdige Informationsquelle wahrgenommen wird und aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden ist.

Strategien für Unternehmen im KI-Zeitalter

Ein zentraler Bestandteil des Vortrags war die Frage, wie sich Unternehmen strategisch auf diese Entwicklung einstellen und in diesen neuen Systemen sichtbar werden können. Dabei wurde deutlich: Sichtbarkeit ist kein Zufall mehr, sondern das Ergebnis gezielter Anpassung an neue digitale Spielregeln.

Konkret bedeutet das, dass klassisches SEO allein nicht mehr ausreicht. Unternehmen müssen lernen, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen verstanden, verarbeitet und zitiert werden können.

Dazu gehören unter anderem:
• klare, einfache und strukturierte Inhalte
• faktisch belegbare Aussagen statt Marketingfloskeln
• semantisch saubere Gliederung und „Chunking“ von Inhalten
• konsistente Terminologie und Aktualität

Zudem wurde die Bedeutung von externen Quellen betont. KI-Systeme greifen auf ein breites Ökosystem an Inhalten zurück – von Websites über Fachartikel bis hin zu Plattformen wie YouTube oder LinkedIn. Sichtbarkeit entsteht daher nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch durch Erwähnungen und Zitationen in externen Quellen.

Ein konkretes Instrument, das im Vortrag vorgestellt wurde, ist die sogenannte „Grounding Page“. Diese dient als strukturierter Faktenanker, der KI-Systemen hilft, Unternehmen eindeutig zu verstehen und korrekt einzuordnen. Ziel ist es, eine klare, maschinenlesbare Identität zu schaffen und so die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, in KI-generierten Antworten berücksichtigt zu werden.

Abschließend wurde deutlich, dass sich der Fokus im Marketing verschiebt: weg von reinem Content-Marketing hin zur Rolle als „Datenlieferant“ für KI-Systeme. Unternehmen müssen lernen, ihre Inhalte so zu gestalten, dass sie nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen optimal verständlich sind.

Im Nachgang zur Veranstaltung stellte Leonhard Höller den Teilnehmer:innen weiterführende Unterlagen und Inhalte zur Verfügung, um das vermittelte Wissen zu vertiefen und die Umsetzung in die betriebliche Praxis zu erleichtern.

Lebhafte Diskussion und praxisnahe Fragen

Während dem Expertenvortrag und auch im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Fragerunde, in der die Teilnehmer:innen ihre individuellen Herausforderungen einbrachten. Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich die Ausgangssituationen der Unternehmen sind – und gleichzeitig, wie relevant das Thema für alle Branchen geworden ist.

Netzwerken als zentraler Mehrwert

Wie bei den WKOimBezirk-Businesstreffen üblich, stand neben der Wissensvermittlung auch der persönliche Austausch im Vordergrund. Das anschließende Networking wurde intensiv genutzt, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und mögliche Kooperationen anzudenken. Aus diesen Begegnungen sind in der Vergangenheit bereits zahlreiche Geschäftsbeziehungen entstanden – ein klarer Mehrwert über den fachlichen Input hinaus.

Mit unseren Businesstreffen als WKOimBezirk schaffen wir Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen können. Denn wie man so schön sagt: Durchs Red´n kommen die Leut’ zam. Gerade bei einem Thema wie Künstliche Intelligenz ist es wichtig, Chancen und Möglichkeiten verständlich und praxisnah aufzuzeigen. KI kann Unternehmen dabei unterstützen, den unternehmerischen Alltag zu erleichtern, Prozesse effizienter zu gestalten und neue Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig muss der Mensch stets im Mittelpunkt stehen. Wenn technologische Innovation, unternehmerischer Erfolg und das persönliche Miteinander im Einklang sind, entsteht ein echter Mehrwert für unsere Betriebe und für unseren Bezirk.

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