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Portrait Nils Luef
© Florian Wieser

Erfolgreich gestartet

Nils Luef hat als Instrumentenbauer den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Seine Erfahrungen, seine Tipps.

Lesedauer: 1 Minute

11.02.2026

„Selbstständig zu sein, ist toll, sagt Nils Luef. „Man hat so viele Möglichkeiten und kann wirklich alles in seinem Bereich machen“, schwärmt der 27-jahrige Instrumentenbauer.
Nach seiner Ausbildung an der HTBLA in Hallstatt absolvierte er einige Praktika und war zudem ein Jahr als Baumschneider und -pfleger angestellt. Ein Arbeitsbereich, der es ihm gleichfalls sehr angetan hat, der aber wenig bis keine Zeit für den Instrumentenbau ließ.

Mit der Meisterprüfung und den notwendigen Berechtigungen als Forstunternehmer in der Tasche hat er sich 2025 selbstständig gemacht, damit er beiden beruflichen Leidenschaften am Standort Boerhavegasse nachgehen kann. 

Aller Anfang ist schwer. Damit der Einstieg in die Selbstständigkeit aber leichter und vor allem gut gelingt, hat die Wirtschaftskammer Wien mit dem Gründerservice eine eigene Beratungsstelle im Angebot.

Herausforderungen und Unsicherheiten bringt der Weg in die erste Selbstständigkeit wohl so gut wie immer mit sich. Nils Luef: „Ich hatte viel Angst, dass das alles nicht hinhaut. Denn Kundenstamm hatte ich vorab keinen. Aber ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mich selbstständig machte, waren die Aufträge plötzlich da.“ Den meisten Teil des Umsatzes verdankt er aktuell Reparaturen von Musikinstrumenten und Kooperationen mit Branchenkollegen wie auch Musikgeschäften. Denn der Instrumentenbau selbst ist aufwändig und langwierig: „Ich brauche ein Jahr, um ein Instrument zu bauen“, beschreibt Luef, der sich auf Gitarren spezialisiert hat.

Anderen Gründer:innen rät er, darauf zu vertrauen, dass das Wachstum schrittweise
kommt. „Man muss nicht von heute auf morgen alles perfekt können, was man für die
Selbstständigkeit braucht“, so Luef: „Es gibt nur ein paar Fakten wie auch Rechtliches, auf das man genau achten muss. Für den Rest muss man kein Genie sein.“ Ein weiterer Lerneffekt war für ihn die Zeiteinteilung. „Es ist toll, dass man arbeiten kann, wann man will. Aber genauso wie Angestellte sollte man Freizeit konkret einplanen“, empfiehlt der Kunsthandwerker.