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Vier Personen stehen in einer Kunstausstellung vor Bildern. Auf den Bildern sind farbige Punkte zu sehen. Im Hintergrund ist eine größere Halle zu sehen.
© guruXOX | stock.adobe.com

Studie Bildende Kunst

Wertschöpfung der Bildenden Kunst in Österreich

Lesedauer: 1 Minute

10.09.2026

Die aktuelle Studie zur Wertschöpfung der Bildenden Kunst in Österreich zeigt die bedeutende wirtschaftliche Rolle des Sektors. Die Bildende Kunst generiert eine Wertschöpfung von rund 6,2 Milliarden Euro und hat damit auch über die Branche hinaus eine relevante ökonomische Bedeutung.

Besonders deutlich werden die Verflechtungen mit anderen Bereichen: Tourismus und Bildung profitieren in hohem Maß von der Bildenden Kunst. Rund 4,5 Millionen Gäste besuchen Österreich mit dem Motiv, Museen zu besichtigen, und mehr als die Hälfte der Studierenden in künstlerischen Studienrichtungen kommt aus dem Ausland.

Empfehlungen der Studie:

  • Starkes Messe‑ & Festivalfenster: 
    Ein großes, international sichtbares Kunstwochenende statt vieler kleiner Initiativen.
  • Private Nachfrage stärken: 
    Kunstbildung, Erstkäufer‑Formate und niedrigschwellige Zugänge ausbauen.
  • Steuerliche Rahmenbedingungen verbessern: 
    Umsatzsteuer, Einfuhrumsatzsteuer und Unternehmensankäufe reformieren.
  • Internationalisierung fördern: 
    Residenzen, Messeauftritte und Programme für Kurator:innen ausbauen – auch für kleinere Player.
  • Faire Erlösmodelle im KI‑Zeitalter:
    Beteiligung von Künstler:innen an KI‑basierten Nutzungen ihrer Werke sichern.
  • Räume & Off‑Spaces sichern: 
    Leistbare Ateliers und Projekträume langfristig bereitstellen.
  • Nachlässe & Stiftungen ausbauen: 
    Professionelle Modelle für Sammlungen und Nachlässe entwickeln.
  • Museen, Tourismus & Kunstmarkt verbinden: 
    Besucherströme gezielt zu Galerien und Kunstkäufen führen.
  • Kunstökosystem regelmäßig analysieren: 
    Laufende Standortanalyse zur strategischen Weiterentwicklung. 

Die Studie gibt damit einen umfassenden Einblick in die wirtschaftliche Bedeutung der Bildenden Kunst und zeigt deren vielfältige Verbindungen zu weiteren Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen. 

Beauftragt wurde die Studie vom Verband österreichischer Galerien mit Unterstützung von Bildrecht, BMWKMS, Dorotheum, Wirtschaftskammer Österreich, Wirtschaftsagentur Wien und NÖ Kulturwirtschaft.