MILA Mitmach-Supermarkt: Neues Konzept für Meidling
Gemeinschaftlich organisierter Handel setzt neue Impulse für Grätzl und Wirtschaft
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Beim Betriebsbesuch im kürzlich eröffneten MILA Mitmach-Supermarkt in Wien-Meidling wurde ein Konzept sichtbar, das bewusst neue Wege im Lebensmittelhandel geht. WK Wien-Bezirksobmann Alexander Schotten und Omid Anwari vom Einkaufsstraßenverein „Mein Meidling“ erhielten spannende Insights in einen Betrieb, der stärker auf Beteiligung als auf klassische Strukturen setzt.
MILA ist als Genossenschaft organisiert und gehört seinen Mitgliedern selbst. Wer hier einkauft, kann sich einbringen – etwa durch regelmäßige Mitarbeit im Markt. Dieses Modell senkt Betriebskosten und ermöglicht stabile, nachvollziehbare Preise. Gleichzeitig stärkt es das Verständnis für Abläufe im Handel und schafft eine engere Verbindung zwischen Konsumentinnen, Produzenten und dem Verkauf. Für die lokale Wirtschaft bedeutet das auch: mehr Fokus auf regionale Produkte, kurze Lieferketten und eine bewusstere Form des Konsums.
Der Supermarkt versteht sich damit nicht nur als Nahversorger, sondern auch als sozialer Treffpunkt im Grätzl. Genau darin liegt auch die Stärke des Konzepts – gemeinschaftlich organisiert, sozial gedacht und mit einem klaren Ziel: gute Lebensmittel für alle leistbar zu machen.
Gerade in einem dicht besiedelten Bezirk wie Meidling zeigt sich, welches Potenzial in gemeinschaftlich organisierten Modellen steckt – als Ergänzung zum bestehenden Angebot und als Impulsgeber für nachhaltige wirtschaftliche Ansätze, die sowohl gesellschaftlich als auch unternehmerisch neue Perspektiven eröffnen.
Alexander Schotten, MSc
WK-Wien Bezirksobmann für Meidling
Titelbild (v.l.n.r.): Omid Anwari (Einkaufsstraßenverein „Mein Meidling“), Betrice Stude (MILA Mitmach-Supermarkt), Alexander Schotten (WK Wien-Bezirksobmann)