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Second-Life-Speicher
© Wien Energie | Max Kropitz

Neues Leben für E-Auto-Batterien

Wien Energie speichert jetzt in Liesing Sonnenstrom in rund 400 ausgemusterten Batterien von E-Autos.

Lesedauer: 1 Minute

19.08.2026

Batterien von E-Autos halten länger als oft angenommen und können auch nach ihrem Einsatz im Fahrzeug viel Energie speichern. Wenn ihre Leistung für den Fahrzeugbetrieb nicht mehr ausreicht, ist die verbliebene Restkapazität ohne besondere Belastungen wie ständiges Beschleunigen für stationäre Anwendung als Energiespeicher sehr oft noch bestens geeignet. Ihre Nutzungsdauer lässt sich dadurch um zehn bis zwölf Jahre verlängern. 

Eine weitere brach liegende Ressource sind sogenannte Überschussbestände, auf die kein Einsatz in einem E-Auto wartet. Wie man Altbatterien und Überschüsse sinnvoll nützt, zeigt die Wien Energie mit ihrem Second-Life-Batteriespeicher in Liesing. Mit einer Leistung von einem Megawatt und vier Megawattstunden Kapazität speichert er den Sonnenstrom der angrenzenden, rund 4.000 PV-Module umfassenden Anlage in der Rosiwalgasse und gibt ihn dann ins Netz ab, wenn er gebraucht wird. Dadurch lassen sich 400 durchschnittliche Wiener Haushalte ein Jahr lang mit Öko-Strom versorgen.

Wind- und PV-Anlagen liefern nur sehr unregelmäßig Strom, mit Batteriespeichern lässt sich dieses Manko ausgleichen. Sie sind daher für den Umstieg auf Ökostrom unerlässlich.

Aktuell verwendet die Wien Energie in ihrem Second-Life-Speicher Batteriemodule aus Überschussbeständen. Denn gebrauchte Batterien von E-Autos sind aktuell nur spärlich vorhanden. Mit der wachsenden Anzahl an E-Autos wird sich das in den kommenden Jahren jedoch ändern. 

Die Idee für den innovativen Großspeicher wurde im Rahmen einer internen Innovations-Challenge realisiert. Planung, Betrieb und Vermarktung werden vollständig von Wien Energie umgesetzt. Gefördert wurde das Projekt vom Wiener Stadtwerke Zukunftsfonds sowie vom Klima- und Energiefonds.