Buchsommer 2026: Lust auf Lesen bleibt in Wien ungebrochen
Belletristik sowie Kinder- und Jugendbücher bleiben stabile Zugpferde im Buchhandel. Der durchschnittliche Buchpreis liegt bei 16,67 Euro.
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Das Buch bleibt trotz aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen ein wichtiger Teil des Alltags vieler Menschen. Gerade im Sommer, in der klassischen Urlaubszeit und bei vielen Stunden in Bädern, an Seen oder am Meer, greifen viele gerne zu Büchern. In Wien verkaufen rund 400 Buchhandlungen ihre Bücher direkt im Geschäft oder über Online-Shops.
„Bücher sind mehr als nur ein Konsumgut, sie sind ein geistiges Grundnahrungsmittel und sehr wichtig, um zu lernen, sich zu unterhalten und in andere Welten einzutauchen“, sagt Kristina Macherhammer-Hochwarter, Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.
Die Lust am Lesen ist da, und der Wiener Buchhandel kann darauf aufbauen.

Kristina Macherhammer-Hochwarter
Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.
Trends am Buchmarkt
Der Buchmarkt in Österreich und damit auch in Wien ist verhalten ins Jahr gestartet. Einzelne Segmente zeigen sich jedoch stabil und tragen die Branche. Besonders Belletristik sowie Kinder- und Jugendbücher bleiben starke Zugpferde im Sortiment des stationären Buchhandels.
Belletristik erzielte ein Umsatzplus von 1,4 Prozent. Kinder- und Jugendbücher legten um rund 1 Prozent zu. Der durchschnittliche Buchpreis liegt bei 16,67 Euro.
Auch digitale Bücher sind in Wien weiterhin gefragt. 24 Prozent der Konsumenten im Alter von 16 bis 74 Jahren kaufen ihre Lektüre über das Internet. Im Jahr 2024 waren es 22 Prozent.
„Obwohl sich die wirtschaftliche Lage in den Zahlen widerspiegelt, geben uns die stabilen Entwicklungen bei Belletristik und Kinderbüchern klare Signale. Die Lust am Lesen ist da, und der Wiener Buchhandel kann darauf aufbauen“, erklärt Kristina Macherhammer-Hochwarter.
Lesen reduziert Demenzrisiko
Bücher zu lesen verschafft nicht nur Abenteuer im Kopf, sondern hilft auch gegen das große Vergessen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, dass das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, um 40 Prozent sinkt, wenn das Gehirn regelmäßig durch Lesen gefordert wird.
Dasselbe gilt auch für das Schreiben oder das Erlernen einer Fremdsprache.
Der Grundstein dafür wird bereits in der Kindheit gelegt. Vorgelesen zu bekommen und selbst später zur Leserin oder zum Leser zu werden, ist eine wichtige Basis, um den Alterungsprozess im Gehirn zu verlangsamen.