Wiener Buchpreis geht an Martin Prinz
Am Tag des Buches wurde der Wiener Buchpreis zum dreizehnten Mal vergeben. Neben Martin Prinz wurden auch Johannes Kößler und Karin Haller ausgezeichnet.
Lesedauer: 3 Minuten
Der Wiener Buchpreis wurde am Tag des Buches zum dreizehnten Mal verliehen. Die Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien zeichnete heuer den Autor Martin Prinz aus. Johannes Kößler erhielt den Innovations- und Performancepreis, Karin Haller wurde mit dem Ehrenpreis der Wiener Buchbranche ausgezeichnet.
Der Wiener Buchpreis steht für die hohe Qualität und Innovationskraft der Branche.

Kristina Macherhammer-Hochwarter
Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien
„Der Wiener Buchpreis macht jedes Jahr sichtbar, wie vielfältig, engagiert und gesellschaftlich relevant die Wiener Buch- und Medienbranche ist. Mit den diesjährigen Preisträgern zeichnen wir Persönlichkeiten aus, die Literatur schaffen, vermitteln und auch nachhaltig prägen“, betont Kristina Macherhammer-Hochwarter, Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.
Martin Prinz erhält den Wiener Buchpreis
Der Wiener Buchpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und ging heuer an den in Lilienfeld geborenen Autor Martin Prinz. Er zählt zu den wichtigsten Stimmen der österreichischen beziehungsweise deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In vielen seiner Werke orientiert sich Prinz an realen historischen Ereignissen.
Sein jüngstes Buch „Die letzten Tage“ zählt laut Jury zu den wichtigsten Neuerscheinungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Darin behandelt Prinz einen einzigartigen Fall österreichischer Zeitgeschichte, ein Standgericht, das der selbsternannte Richter Johann Braun in Reichenau an der Rax eingerichtet hat. Eine wichtige Quelle für den Autor war das Wiener Stadt- und Landesarchiv, das den Prozess gegen die damaligen Mörder dokumentiert hat.
Johannes Kößler mit Innovations- und Performancepreis ausgezeichnet
Johannes Kößler erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Innovations- und Performancepreis. Die Jury bezeichnet ihn als großes Vorbild für die gesamte Buchbranche. Der Geschäftsführer der Buchhandlung Seeseiten in der Seestadt Aspern hält seit 30 Jahren die Fahne des Buches hoch und trägt die Botschaft des Lesens über sämtliche Kanäle in die Welt, sei es auf Social Media oder regelmäßig im Frühstücksfernsehen.
Ehrenpreis der Wiener Buchbranche für Karin Haller
Karin Haller erhielt den Ehrenpreis der Wiener Buchbranche. Sie leitet seit 1993 das Institut für Jugendliteratur. Unter ihrer Führung entwickelte sich das Institut zu einer zentralen Plattform der literarischen Bildungsarbeit, die Forschung, Kritik und Vermittlung auf beispielhafte Weise verbindet.
Laut Jury trägt Haller zu einer nachhaltigen Förderung junger Autorinnen und Autoren bei und damit entscheidend zur Qualität und Sichtbarkeit österreichischer Kinder- und Jugendliteratur.
„Der Wiener Buchpreis steht für die hohe Qualität und Innovationskraft der Branche und zeigt, wie stark Bücher und Medien zur kulturellen Identität und zum intellektuellen Leben der Stadt beitragen“, sagt Macherhammer-Hochwarter abschließend.