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Schulstart in Wien: Schulmaterial kostet 150 bis 400 Euro

Von Mitte August bis Oktober haben Wiener Papierfachhändler Hochsaison. Gefragt sind individuelle Produkte und Materiallisten-Service.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 02.09.2026

In wenigen Tagen beginnt in Wien das neue Schuljahr. Für den Wiener Papier- und Schreibwarenhandel ist der Schulstart die wichtigste Verkaufsphase des Jahres.

Rund 250.000 Wiener Schülerinnen und Schüler starten am 7. September in das neue Schuljahr und sorgen damit zwischen Mitte August und Oktober für Hochbetrieb im Fachhandel. In dieser Zeit erzielen viele Betriebe den doppelten Umsatz eines durchschnittlichen Monats“, erklärt Michael Zimmermann, Obmann des Wiener Papier- und Schreibwarenhandels in der Wirtschaftskammer Wien.

„Weihnachten ist auch wichtig, auch Ostern und Halloween, doch keiner dieser Anlässe ist vergleichbar mit dem Geschäft zum Schulbeginn.“

Schulmaterial kostet durchschnittlich 150 bis 200 Euro

Viele Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern haben bereits Listen mit den benötigten Materialien erhalten. Zu den Anschaffungen zählen Hefte, Stifte und Schreibgeräte, Blöcke und Papier, Mappen sowie Bastel- und Malbedarf.

Die durchschnittlichen Ausgaben für diese Schulmaterialien liegen bei rund 150 bis 200 Euro.

Für ein Taferlklassler-Startpaket, das unter anderem eine Schultasche und diverse Erstausstattungsmaterialien umfasst, werden bis zu 400 Euro ausgegeben.

Individualisierte Schultaschen und Schulartikel liegen im Trend

Die Nachfrage wird von den relativ konstanten Anforderungen der Schulen bestimmt. Dennoch gibt es immer wieder neue Trends und Tendenzen. Gerade die Schultasche beziehungsweise der Schulrucksack ist für viele Kinder und Jugendliche eine wichtige Entscheidung.

Bei den Kindern sind individualisierbare Schultaschen, die mit Kletties oder Magneten angepasst werden können, besonders angesagt. Die Eltern achten dagegen auf qualitativ hochwertige und ergonomische Schultaschen. Außerdem wird Wert auf Reflektoren für mehr Sicherheit am Schulweg gelegt“, erklärt Zimmermann.

Auch bei anderem Schulzubehör setzt sich der Trend zur Individualisierung fort. Jausenboxen oder Malkästen werden zunehmend mit Namen oder persönlichen Schriftzügen gestaltet.

Materiallisten-Service spart Familien Zeit

Für viele Familien beginnt der Schuleinkauf mit der Materialliste. Immer mehr Wiener Papierfachhändler bieten daher an, diese vorab zu übermitteln.

Die benötigten Schulmaterialien werden anschließend zusammengestellt und können im Geschäft abgeholt oder direkt nach Hause geliefert werden.

„Gerade in der Zeit vor Schulbeginn möchten viele Eltern den Einkauf möglichst effizient erledigen. Mit diesem Service sparen sie Zeit und können sich bei Bedarf trotzdem vor Ort beraten lassen“, sagt Zimmermann.

Die persönliche Beratung bleibt insbesondere bei Produkten wie Füllfedern oder Schulrucksäcken ein wichtiger Bestandteil des Schuleinkaufs. Im Fachhandel können verschiedene Modelle ausprobiert und direkt verglichen werden.

Ob eine Füllfeder gut in der Hand liegt oder ein Schulrucksack richtig sitzt, lässt sich erst im Geschäft beurteilen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Familien dabei, die passende Auswahl zu treffen“, so Zimmermann.

Nur noch rund ein Dutzend spezialisierte Papierfachhändler

Die Zahl der Papier- und Schreibwarenhändler ist in Wien in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen.

Gab es vor 30 Jahren noch nahezu bei jeder Schule ein Papiergeschäft, waren es vor zehn Jahren noch 212 Betriebe.

Aktuell gibt es 155 Mitglieder im Gremium „Einzelhandel mit Papier-, Schreibwaren und Bürobedarf“. Davon sind etwa noch ein Dutzend spezialisierte Papier- und Schreibwarenfachhändler.

Gründe für den Rückgang gibt es viele. Nicht zuletzt die Digitalisierung fordert ihren Tribut. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für den Einkauf im stationären Handel zu stärken, betont Zimmermann abschließend.

Eine Person legt ein Heft im A4-Format in einen Einkaufswagen. Im Einkaufswagen sind weitere Schulutensilien wie Notizbücher, Stifte, Bücher. Im Hintergrund ist ein Regal mit weiteren Schulutensilien
© Nomad_Soul | stock.adobe.com „Der stationäre Fachhandel bietet Leistungen, die gerade beim Schuleinkauf gefragt sind, von der persönlichen Beratung bis zu individuellen Serviceangeboten. Wer regional einkauft, stärkt außerdem die Wiener Handelsbetriebe und sichert Arbeitsplätze,“ sagt Michael Zimmermann, Obmann des Wiener Papier- und Schreibwarenhandels in der Wirtschaftskammer Wien