Unternehmer sind keine Bittsteller“
Kommentar von Margarete Kriz-Zwittkovits, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien
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Kreativität kennt keine Grenzen – vor allem, wenn es darum geht, Abgaben nach oben zu schrauben. Eben haben wir den sogenannten „Kultureuro“ verhindert, entsteht schon die nächste Idee: Die Ausweitung der Dienstgeberabgabe, vulgo „U-Bahn-Steuer“, auf Mitarbeitende über 55 Jahre. Das ist nicht nur für Unternehmen teuer, sondern widerspricht allen Plänen, die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu unterstützen.
Ich würde mir mehr Kreativität beim Senken von Ausgaben und nicht beim Steigern von Einnahmen wünschen.

Margarete Kriz-Zwittkovits
Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien
Wenn ich mir ansehe, dass am Flughafen Wien das Passagieraufkommen schon deutlich sinkt, während eine Ticketsteuer eingehoben wird, wenn ich sehe, wie stark Unternehmen unter den Energiekosten leiden, wenn ich sehe, dass die Ortstaxe angehoben werden soll, während bei der neuen Eventhalle Bummeltempo herrscht (das gilt auch für den U-Bahn-Ausbau), wenn ich mir ansehe, dass der öffentliche Verkehr verteuert wird, während die Taxitarife eingefroren sind, kann ich nur sagen: Das ist der falsche Weg. Und ich würde mir mehr Kreativität beim Senken von Ausgaben und nicht beim Steigern von Einnahmen wünschen.
Runter mit Abgaben
Gleichzeitig wird versucht, über Förderungen ein wenig abzufedern, um die sich Wirtschaftstreibende oft unter bürokratischem Aufwand bemühen müssen. Unternehmerinnen und Unternehmer sind keine Bittsteller. Sie sind die Basis für unseren bisherigen Wohlstand, sie schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Es ist dringend notwendig, Unternehmen zu entlasten und Abgaben zu senken. Dann kann auch bei Förderungen gespart werden.