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Präsidentin Margarete Kriz-Zwittkovits
© Florian Wieser

Was rund um die Lehre an Mythen herumgeistert

Kommentar von Margarete Kriz-Zwittkovits, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 30.09.2026

 

Derzeit starten viele junge Menschen ihre Lehrausbildung in Wien. Das ist gut so, denn die Lehre ist eine Top-Ausbildung, die viele weitere Karrierewege und wirtschaftliche Sicherheit eröffnet. Dass unsere Betriebe auf hohem Niveau ausbilden, zeigen die Erfolge bei internationalen Berufswettbewerben wie zuletzt bei den WorldSkills in Shanghai, aber auch die guten Zufriedenheitswerte der Lehrlinge bei Befragungen.

Wir haben mehr Lehrlinge in den Betrieben als 2017

Dennoch halten sich hartnäckig einige Mythen rund um das Thema Lehre, die ich entkräften möchte. Zum Beispiel: Es bilden immer weniger Betriebe in Wien aus. Das stimmt nicht, wir haben heute in Wien mehr Ausbildungsbetriebe als noch vor zehn Jahren. Oder: Es gibt weniger Lehrlinge. Auch das ist falsch. Wir haben mehr Lehrlinge in den Betrieben als 2017. Ein letztes Beispiel: Es gibt viel zu wenige offene Lehrstellen. Dazu ist zu sagen, dass der Großteil der „Lehrstellensuchenden“ in Wien über 20 Jahre alt ist und dass alle jungen Menschen ohne Job, die maximal einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, als „Lehrstellensuchende“ in der Statistik landen.

Was stimmt

Was hingegen stimmt, ist, dass wir in Wien ein großes Potenzial an jungen Menschen haben. Leider sind viele „Lehrstellensuchende“ für eine solche Ausbildung nicht qualifiziert und müssen – mit großem Einsatz auch der Unternehmen - für die Lehre fit gemacht werden. Wir sollten hier die Aktivitäten verstärken, anstatt die Lehre krank zu jammern.