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Zwei Personen tanzen eng miteinander. Die linke Person trägt ein helles Oberteil mit Puffärmeln sowie hat lange, offene, rötliche Haare. Die andere Person trägt einen Smoking mit Fliege
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Wiener Ballsaison 2025/26 erreicht neue Rekorde

605.000 Ballgäste in Wien, Umsätze steigen auf knapp 240 Millionen Euro

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 18.02.2026

Die Wiener Ballsaison 2025/26 hat mit 605.000 Besuchern einen neuen Höchstwert erreicht. Damit wurden erstmals mehr als 600.000 Ballgäste in der Bundeshauptstadt gezählt.

Auch wirtschaftlich setzt die Saison neue Maßstäbe. Die Umsätze stiegen von 205 Millionen Euro im Vorjahr auf knapp 240 Millionen Euro. Das entspricht einem deutlichen Plus gegenüber der Saison 2024/25.

Die Erwartungen an die Ballsaison waren hoch und wurden erfüllt. Unsere bereits optimistischen Prognosen wurden sogar leicht übertroffen.

Rund 35.000 Besucher mehr als im Vorjahr besuchten die Wiener Bälle.

32 Prozent der Besucher kommen aus dem Ausland

Die Wiener Ballsaison wird zunehmend internationaler. Laut ersten Ergebnissen einer begleitenden Studie kommen rund 32 Prozent der Besucher auf den großen Wiener Bällen aus dem Ausland.

Bei der Länderbilanz führt Deutschland vor der Schweiz, den USA und Japan. Dahinter folgen Großbritannien, Kroatien und Italien. Zudem werden Tickets bis nach Australien verkauft.

Ausländische Gäste erwerben nicht nur Balltickets, sondern konsumieren auch in der Gastronomie, nutzen Taxis und buchen Hotels für zwei bis drei Nächte. Das stärkt die wirtschaftliche Bedeutung der Ballsaison für Wien zusätzlich.

Um diese Effekte genauer zu analysieren, startete die Wirtschaftskammer Wien eine Studie. Dabei wird sowohl mit Ballveranstaltern zusammengearbeitet als auch direkt auf ausgewählten Bällen erhoben.

Internationale Nachfrage größer als das Angebot

Thomas Schäfer-Elmayer betont die anhaltende Strahlkraft der Wiener Bälle. Entscheidend sei die Verbindung aus Wiener Charme, Stimmung und internationalem Flair.

Als Beispiel nennt er den Silvesterball in der Hofburg, bei dem früher vermutlich 80 Prozent der Gäste aus dem Ausland stammten. Andere Bälle, etwa der Philharmonikerball, seien stärker österreichisch geprägt, könnten internationale Gäste jedoch ebenfalls gut integrieren.

Die Nachfrage nach Tickets aus dem Ausland übersteigt laut Schäfer-Elmayer das verfügbare Angebot. Die Anzahl der Tickets ist begrenzt, auch weil die Redoutensäle derzeit nicht zur Verfügung stehen und die Kapazität der Hofburg eingeschränkt ist. Wiener Gästen werde daher häufig der Vorzug gegeben.

Thomas Schäfer-Elmayer, Geschäftsführer der Tanzschule Willy Elmayer-Vestenbrugg (links) und Dominic Schmid, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien <br />
© Florian Wieser "Wiener Bälle hatten wieder mehr Besucher und Umsätze", Thomas Schäfer-Elmayer, Geschäftsführer der Tanzschule Willy Elmayer-Vestenbrugg (links) und Dominic Schmid, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien
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