WK Wien fordert mehr KI- und Digitalkompetenz in Schulen
Heimhilcher: „Digitale Kompetenzen sind heute eine grundlegende Kulturtechnik“
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Digitale Kompetenzen sind heute eine grundlegende Kulturtechnik. Ohne sie wird es zunehmend schwieriger, im Berufsleben erfolgreich zu sein. Das betont Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien.
Die aktuelle Ausgabe des „Vienna Digital Skills Insights“, deren Co-Herausgeber die Wirtschaftskammer Wien ist, zeigt deutlich: Künstliche Intelligenz wird im Alltag immer häufiger genutzt, doch viele Menschen verstehen die dahinterliegenden Mechanismen und Grundlagen nur selten im Detail.
Digitale Bildung darf kein Randthema sein. Sie muss ins Zentrum des Bildungssystems rücken.

Martin Heimhilcher
Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien.
Für die Wiener Wirtschaft zeigt sich damit eine zentrale Herausforderung für Bildungssystem und Arbeitsmarkt. Zwischen der Nutzung digitaler Technologien und dem tatsächlichen Verständnis klafft noch immer eine deutliche Lücke.
KI und Digitalisierung stärker im Unterricht verankern
„Schulen müssen junge Menschen befähigen, digitale Technologien nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen“, sagt Heimhilcher. Digitale Bildung wird damit zu einem entscheidenden Standortfaktor für Wien.
Unternehmen suchen zunehmend Fachkräfte mit IT-Grundverständnis, analytischem Denken und digitaler Problemlösungskompetenz. Gerade im Bereich Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Technologie steigen die Anforderungen an zukünftige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kontinuierlich.
Die Wirtschaftskammer Wien spricht sich daher für eine stärkere Verankerung von Informatik und Künstlicher Intelligenz in den Lehrplänen aus. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder zwischen klassischen Fächern und Digitalisierung, sondern um zeitgemäße Prioritäten in der Bildung.
„Digitale Bildung darf kein Randthema sein. Sie muss ins Zentrum des Bildungssystems rücken“, betont Heimhilcher.
Gezielte KI- und Digitalkompetenzvermittlung ist aus Sicht der Wiener Wirtschaft auch ein zentraler Hebel gegen den zunehmenden Fachkräftemangel. IT-Grundverständnis, analytisches Denken und digitale Problemlösungskompetenz sind heute in nahezu allen Branchen gefragt.
Wenn hier nicht gegengesteuert wird, könnte sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften weiter verschärfen.
Infrastruktur und Zusammenarbeit entscheidend
Um die Chancen der Künstlichen Intelligenz für den Wirtschaftsstandort Wien zu nutzen, braucht es auch entsprechende Rahmenbedingungen. Investitionen in digitale Infrastruktur, leistungsfähige Internetverbindungen und moderne Rechenzentren sind dafür entscheidend.
Zugleich kann eine engere Zusammenarbeit von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft dazu beitragen, die KI-Bildungsoffensive weiter zu stärken und digitale Kompetenzen langfristig im Bildungssystem zu verankern.