Zum Inhalt springen
Großer Bildschirm mit statistischen Grafiken, drei Personen davorstehend, wovon eine Daten präsentiert und mit Hand Richtung Bildschirm deutet
© Gorodenkoff | stock.adobe.com
Schienenbahnen, Fachvertretung

Schienengüterverkehr 2024

Güter-Transport in Österreich: ÖBB und österreichische private Bahnen auf einen Blick

Lesedauer: 3 Minuten

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
26.02.2026

1. Marktteilnehmer und Marktanteile

Der Schienengüterverkehr in Österreich ist wettbewerbsintensiv und vielfältig: Insgesamt waren 2024 73 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im Güterverkehr aktiv – davon 17 auch im Personen- und Güterverkehr. Die privaten Anbieter konnten ihre Marktanteile in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. 2024 erreichten sie 44,5 % beim Transportaufkommen (Tonnen) und 42,7 % bei der Verkehrsleistung (Nettotonnen­kilometer).
Die Rail Cargo Austria bleibt zwar Marktführer mit einem Anteil von 57,3 % an der Verkehrsleistung, verliert jedoch tendenziell Marktanteile an private Bahnen.

Grafik
© FV Schienenbahnen
Grafik
© FV Schienenbahnen
Grafik
© FV Schienenbahnen

2. Leistung & Entwicklung

2024 wurden in Österreich

  • 113,3 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene transportiert,
  • bei einer Verkehrsleistung von 22,7 Milliarden Nettotonnenkilometern (NT-km).

Im Vergleich zu 2023 bedeutet das eine Steigerung um rund 2%.
Damit bleibt die Schiene eine zentrale Säule des nationalen Güterverkehrs.

Der Anteil des Schienengüterverkehrs am Gesamtgüterverkehr lag 2024 bei 27,5 %.
Ziel ist eine Steigerung auf 40 % bis 2030.

Grafik
© FV Schienenbahnen
Grafik
© FV Schienenbahnen
Grafik
© FV Schienenbahnen

03. Der Schienengüterverkehr im globalen Vergleich

Gemessen in Billiontonnenkilometern (btkm), zeigt sich im internationalen Vergleich der Nachholbedarf Europas:

Grafik
© FV Schienenbahnen Quelle: Angabe in Mrd. Tonnenkilometer, EU Transport Figures 2025

Europa transportiert im Verhältnis wenig Güter per Bahn – trotz vorhandener Infrastruktur
und Klimaziele. Die Stärkung des Schienengüterverkehrs ist zentral für die Wettbewerbsfähigkeit
und Klimastrategie der EU.

Investitionen in die Schieneninfrastruktur im D-A-CH Raum: Stellenwert in Österreichs Verkehrspolitik hoch

2023 lagen die staatlichen Pro-Kopf-
Investitionen
in die Schieneninfrastruktur
in Österreich bei 366 Euro. Damit liegt
Österreich auf Platz 2 in Europa – hinter
der Schweiz (477 €), aber deutlich vor
Deutschland (115 €).

Grafik Pokale
© FV Schienenbahnen Quelle: European Environment Agency (EEA), April 2024

Der Schienengüterverkehr schont Boden und Natur nachhaltig

Österreich hat beim Bodenverbrauch eine der schlechtesten Bilanzen in Europa. Nirgendwo sonst
wird so viel Grund und Boden zubetoniert. Die Bahn ist auch hier ein Vorbild. Der Flächenverbrauch
ist deutlich niedriger als jener für den Straßenverkehr.

Grafik
© FV Schienenbahnen
Grafik
© FV Schienenbahnen

04. Energieverbrauch & CO2-Emmissionen im EU-Vergleich

Die Bahn ist der mit Abstand energieeffizienteste Verkehrsträgerund trägt zur Reduktion von fossiler Energie bei.

Der Verkehrssektor ist einer der
energieintensivsten Bereiche:

Gesamt-Energieverbrauch in Österreich

  • Transportverkehr: 30,2 %
    • davon Straßenverkehr: 94,6 %
    • davon Bahn: 2,6 %
  • Industrie: 30,6 %
  • Haushalte und Dienstleistungen: 39,1 %

Insgesamt beansprucht die Bahn damit weniger ls 1 % des Energieaufkommens in Österreich.

Grafik
© FV Schienenbahnen Quelle: Eurostat, Mai 2024

Zum Vergleich der Gesamt-Energieverbrauch
in der EU

  • Transportverkehr: 32 %
  • Industrie: 25 %
  • Haushalte und Dienstleistungen: 43 %
Grafik
© FV Schienenbahnen Quelle: Eurostat, Mai 2024

CO2 Emissionen aus dem Transportverkehr im EU-Vergleich:
Die Bahn ist im Güterverkehr ein Vorbild

Grafik
© FV Schienenbahnen Quelle: EU Statistical Pocketbook, EU Transport in Figures
Grafik
© FV Schienenbahnen Quelle: EU Statistical Pocketbook, EU Transport in Figures

CO2-Verursacher im Straßenverkehr der EU

Grafik
© FV Schienenbahnen Quellen: BMK, Schienen-Control GmbH, Eurostat, EEA, Allianz pro Schiene


Weitere interessante Artikel