U2xU5 Baustellenupdate im April
Wir haben für Sie die aktuellen und laufenden Baumaßnahmen in einem Überblick zusammengefasst
Lesedauer: 3 Minuten
U2xU5 Rathaus: Bauarbeiten am Rohbau und Tunnel
Im Bereich der künftigen U2xU5-Station Rathaus laufen derzeit Arbeiten am Rohbau. Die neue Station entsteht zwischen Josefstädter Straße und Universitätsstraße und wird die Linien U2 und U5 miteinander verbinden.
In rund 25 Metern Tiefe wird dafür unterhalb der bestehenden U2 ein neuer Tunnel errichtet. Am Friedrich-Schmidt-Platz entsteht das Hauptgebäude der Station.
Aktuell laufen vor allem Arbeiten an der Tunnelinnenschale sowie erste Abschnitte des Gleisbaus. Diese Arbeiten sind Teil der baulichen Vorbereitung für die spätere Streckenführung.
U5 Frankhplatz: Innenausbau der Station und Vorbereitung des Testbetriebs
Am Frankhplatz werden aktuell Innenausbauarbeiten im Stationsgebäude und in den Aufnahmegebäuden durchgeführt. Im Zuge der weiteren Bauarbeiten wird auch der Testbetrieb für den vollautomatischen U-Bahn-Betrieb vorbereitet.
U2xU3 Neubaugasse: Innenschale und Betonierarbeiten im Fokus
Bei der künftigen U2xU3-Station Neubaugasse liegt der Schwerpunkt aktuell auf der Herstellung der Innenschalen in den Schachtbauwerken sowie in den Tunnelbereichen.
Die Station entsteht rund 35 Meter unter der Straßenoberfläche und wird künftig eine Umsteigemöglichkeit zwischen U2 und U3 bieten. Damit wird sie die tiefstgelegene Station im Wiener U-Bahn-Netz sein. Geplant sind insgesamt acht Aufzüge zu den Bahnsteigen der U2.
Derzeit werden vor allem auch umfangreiche Betonierarbeiten durchgeführt, um die dauerhafte Struktur der Stationsröhren herzustellen.
U2xU4 Pilgramgasse: Vorbereitung auf die Ankunft von „Debohra“
Am Standort der künftigen U2xU4-Station Pilgramgasse laufen derzeit unter der bestehenden U4 Bauarbeiten am Stationsgebäude. Die vorgesehenen Zugänge sollen über Rolltreppen und Aufzüge erfolgen.
Aktuell laufen die Vorbereitungen auf die Ankunft der Tunnelvortriebsmaschine „Debohra". Die Maschine ist 127 Meter lang und etwa 1.300 Tonnen schwer. Derzeit wird eine Schildwiege errichtet, eine Stahlbetonkonstruktion, über die die Maschine durch den Tunnel geführt werden kann.
Parallel dazu werden die Innenschalen sowie Wände und Decken der Station betoniert.
U2 Reinprechtsdorfer Straße: „Debohra“ auf dem Weg in Richtung Augustinplatz
Die Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ arbeitet derzeit im Bereich der künftigen U2-Station Reinprechtsdorfer Straße im 5. Bezirk.
Nach dem Durchzug setzt die Maschine ihre Fahrt in Richtung Augustinplatz im 7. Bezirk fort.
Parallel laufen Betonierarbeiten an der Tunnelinnenschale. Das Zusammenspiel von maschinellem Vortrieb und der Ausgestaltung der Tunnelstruktur ermöglicht den weiteren Baufortschritt.
U2 Matzleinsdorfer Platz: Arbeiten an Tunnelröhre und Versorgungsleitungen
Während die Tunnelarbeiten unterirdisch durchgeführt werden, laufen rund um die Station Matzleinsdorfer Platz weitere Bauarbeiten. In der Gürtel-Nebenfahrbahn an der Kreuzung Matzleinsdorfer Platz / Reinprechtsdorfer Straße werden derzeit Versorgungsleitungen wie Strom- und Gasleitungen neu verlegt. Zusätzlich erfolgt der Einbau der Fahrtreppen.
Nachhaltige Kreislaufwirtschaft: Wiener U-Bahn-Material als Ziegel
Beim Ausbau der Wiener U-Bahn-Linien U2 und U5 entsteht nicht nur neue Infrastruktur, sondern ein Teil des Aushubs wird ab sofort auch wiederverwendet. Durch ein Pilotprojekt der Wiener Linien und wienerberger wird der beim Tunnelbau anfallende Ton für die Herstellung hochwertiger Ziegel genutzt.
Bisher wurden beim Ausbau der U2 bis zum Matzleinsdorfer Platz rund 35.000 Kubikmeter Erdmaterial von der Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ ausgehoben und an wienerberger übergeben. Dieser Ton wird in den wienerberger Ziegelwerken Hennersdorf bei Wien und Göllersdorf in Niederösterreich zu rund 2,8 Millionen „U-Bahn-Ziegeln“ verarbeitet.
Damit kann etwa der Materialbedarf für 1.000 Einfamilienhäuser gedeckt werden. Die Ziegel entsprechen den üblichen Qualitätsstandards für Statik, Dämmung und Schallschutz und sind ab Mai im regulären Baustoffhandel erhältlich.
Das Projekt zeigt, wie urbane Kreislaufwirtschaft funktionieren kann: Kurze Transportwege, weniger Deponiebedarf und die Nutzung regionaler Ressourcen machen die Ziegel zu einem nachhaltigen Baustoff.
Ähnliche Kreislaufprojekte sollen auch bei den kommenden U-Bahn-Ausbauabschnitten geprüft werden.