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Porträt vor der Villa Mautner-Jäger
© Johannes Stuhlpfarrer | WKW

Unendliche Geschichte

Für die Villa Mautner-Jäger in der Landstraßer Hauptstraße werden schon wieder neue Eigentümer:innen gesucht.

Lesedauer: 1 Minute

09.09.2026

Jahrzehntelang war die Villa Mautner-Jäger dem Verfall preisgegeben, bis sie 2023 von den Immobilienentwicklern Kitty Reichman-Shalom und Tamir Shalom um knapp 8,5 Millionen Euro gekauft worden war. Jetzt soll sie wieder die Besitzerin/den Besitzer wechseln, und zwar um 11,8 Millionen Euro – wobei im Inseratentext auf willhaben.at auch von 12,5 Millionen Euro die Rede ist.

Dafür gibt es die komplett unrenovierte Anlage. Wer das Haus nach vollständiger Sanierung übernehmen möchte, muss 17 Millionen Euro bezahlen. Dafür wird das Hauptgebäude um ein viertes Stockwerk erhöht. Auf die Gesamtfläche von dann 1.455 m2 sollen sich dann luxuriöse Wohnbereiche, ein Wellnessareal mit Pool, Sauna und Fitnessbereich sowie eine Tiefgarage mit Kfz-Aufzug verteilen. 

Die Villa Mautner-Jäger ist schon lange Zeit ein Schandfleck auf der Landstraßer Hauptstraße. Ich hoffe, dass diese Geschichte endlich ein positives Ende findet.

Das Pförtnerhäuschen soll ebenfalls um ein weiteres Geschoß ergänzt werden, und der Garten wird parkähnlich umgestaltet. Alles in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Schließlich steht das Gebäude seit 1991 unter Denkmalschutz. 1902 nach den Plänen von Franz Neumann erbaut, ist die Villa ein Beispiel großbürgerlicher, neobarocker Architektur. 

Bei der Inneneinrichtung hat Bauherrin Hertha Jäger, geborene Mautner-Markhof, hingegen auf die heimische Avantgarde gesetzt. Neben Koloman Moser, einem der führenden Vertreter des Jugendstils, wurde die Einrichtung auch vom Klimt-Schüler Anton Kling mitgestaltet. Dessen Originalpläne für den Salon befinden sich heute im Museum für Angewandte Kunst (MAK).