Algerien: Österreich stärkt Wirtschafts- und Energiepartnerschaft in Nordafrika
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer reiste mit einer österreichischen Wirtschaftsdelegation unter Leitung von WKÖ Generalsekretär Jochen Danninger
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Algerien TunesienÖsterreich intensiviert Wirtschaftsbeziehungen zu Tunesien und Algerien
Anlässlich des Besuchs von Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Wolfgang Hattmannsdorfer organisierte das AußenwirtschaftsCenter Algier von 29. September bis 2. Oktober 2026 eine hochrangige österreichische Wirtschaftsmission nach Tunesien und Algerien. Unter der Leitung von Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, reisten knapp 40 Teilnehmende aus 23 österreichischen Unternehmen nach Nordafrika.
Die Reise setzte einen wichtigen Impuls für die österreichischen Wirtschaftsbeziehungen zu Nordafrika: Sie markierte den ersten offiziellen Besuch eines österreichischen Ministers in Algerien seit über 20 Jahren und wurde von der bislang größten österreichischen Wirtschaftsdelegation der vergangenen Jahre in die Region begleitet.
Ziel der Wirtschaftsmission war es, bestehende Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und konkrete Kooperationen zwischen österreichischen und nordafrikanischen Unternehmen anzustoßen. Im Mittelpunkt standen neben der Energiepartnerschaft und dem Ausbau erneuerbarer Energien und Umwelttechnik insbesondere der Ausbau der Infrastruktur, die Modernisierung der Industrie sowie die Entwicklung neuer gemeinsamer Projekte und grenzüberschreitender Energieverbindungen wie des SoutH2 Corridor.
Tunesien: Österreichische Expertise für Energie, Umwelttechnik und Industrie
Die Delegation führte Gespräche mit Samir Abdelhafidh, Minister für Wirtschaft und Planung, Salah Zouari, Interim-Minister für Industrie, Bergbau und Energie, sowie Habib Abid, Minister für Umwelt. Im Mittelpunkt standen konkrete Kooperationsmöglichkeiten und gemeinsame Projekte in den Bereichen Energie, Umwelttechnik, industrielle Modernisierung und Infrastrukturentwicklung.
Im Mittelpunkt standen der Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Stärkung der Energiepartnerschaft sowie Chancen für österreichische Unternehmen auf dem tunesischen Markt. Ergänzt wurde das Programm durch einen Unternehmensbesuch bei COFICAB, einem führenden tunesischen Kabel-Hersteller für die Automobilindustrie.
Das AußenwirtschaftsCenter Algier organisierte zudem B2B-Gespräche und Roundtables mit der staatlichen Erdölgesellschaft ETAP, Vertretern der zuständigen Ministerien und dem staatlichen Energieversorger STEG, um konkrete Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Energie, Infrastruktur und industrielle Entwicklung auszuloten.
Am Abend des 29. September veranstaltete das AußenwirtschaftsCenter Algier gemeinsam mit dem tunesischen Unternehmerverband CONECT und der Investitionsförderungsagentur FIPA ein tunesisch-österreichisches Wirtschaftsforum, an dem knapp 150 Personen teilnahmen. Im Mittelpunkt standen die Vernetzung österreichischer und tunesischer Unternehmen sowie konkrete Geschäftsmöglichkeiten und Kooperationspotenziale.
Algerien: Vertiefung der Energiepartnerschaft und Ausbau der industriellen Zusammenarbeit
In Algier standen der Ausbau der österreichisch-algerischen Wirtschafts- und Energiepartnerschaft sowie die Anbahnung konkreter Kooperationen im Mittelpunkt. Das Programm umfasste Gespräche mit den zuständigen Ministerien für Kohlenwasserstoffe sowie Energie und erneuerbare Energien, B2B-Gespräche, ein Wirtschaftsforum, Netzwerkveranstaltungen, einen Besuch der Raffinerie Sidi R’zine in Baraki und eine Besichtigung der Großen Moschee von Algier – der größten Moschee Afrikas, an deren Errichtung auch österreichische Unternehmen beteiligt waren.
Das AußenwirtschaftsCenter Algier organisierte zudem Roundtables auf Fachebene mit Ministerien und Unternehmen aus dem Umfeld des staatlichen Energiekonzerns Sonatrach und des Energieversorgers Sonelgaz.
Ein besonderer Schwerpunkt des Programms in Algier war das Ministertreffen zum SoutH2 Corridor, zu dem am 1. Oktober Delegationen aus Österreich, Deutschland, Italien, Algerien und Tunesien in Algier zusammenkamen. Ziel des SoutH2 Corridor Projekts ist der Aufbau einer grenzüberschreitenden Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff aus Nordafrika und dessen Transport nach Europa. Mit der Unterzeichnung der gemeinsamen politischen Erklärung in Algier wurde ein wichtiger nächster Schritt für die künftige Energieversorgungssicherheit Europas gesetzt.
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer wurde von Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune empfangen und führte bilaterale Gespräche mit dem Minister für Kohlenwasserstoffe, Mohamed Arkab, sowie dem Minister für Energie und erneuerbare Energien, Mourad Adjal. Im Mittelpunkt standen der Ausbau der Energiekooperation, erneuerbare Energien und Wasserstoff. Zudem wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Österreich und Algerien zur Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff und erneuerbare Energien unterzeichnet.
Das AußenwirtschaftsCenter Algier organisierte außerdem in Kooperation mit dem algerischen Unternehmensverband CREA, der Handelskammer CACI und der Investitionsagentur AAPI ein österreichisch-algerisches Wirtschaftsforum mit rund 160 Teilnehmenden. Die Veranstaltung bot Unternehmen beider Länder Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Mobilität und industrielle Modernisierung auszuloten.
Im Rahmen des Forums wurde auch eine Absichtserklärung zwischen dem österreichischen Unternehmen PALFINGER GmbH und dem algerischen Partner Industries Soft SARL zur Zusammenarbeit am algerischen Markt unterzeichnet.
Die Wirtschaftsmission nach Nordafrika zeigte einmal mehr, dass Österreich und Nordafrika über großes Potenzial für langfristige wirtschaftliche Partnerschaften verfügen – insbesondere in den Bereichen Energie, Wasserstoff, Umwelttechnologien, Infrastruktur und industrielle Kooperation.
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