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Reihe grauer Industriebatterien verbunden mit Kabeln zu grauen Boxen, im Vordergrund Hebegerät
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Australien als drittgrößter Markt der Welt für Großbatterien

Wachstumsrekorde bei Speichern treffen auf Investitionsstau bei Erzeugung

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Australien Energiewirtschaft Erneuerbare Energien Umwelttechnologie
Stand: 11.06.2026

Australien entwickelte sich im Jahr 2025 zum drittgrößten Markt für Utility-Scale Batterien weltweit und liegt damit nur noch hinter China und den USA. Im Laufe des Jahres wurden rund 2 Gigawatt (GW) neuer Batteriekapazität installiert, was einem Wachstum von 233% gegenüber 2024 entspricht. Zusätzlich wurden weitere Batterieprojekte mit insgesamt 4,3 GW Leistung finanziell beschlossen. Gleichzeitig sanken die Kosten für Batteriespeicher um etwa 20%. Diese sollen überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen speichern, Strompreise stabilisieren und den Einsatz von Kohle- und Gaskraftwerken reduzieren.

Auch im privaten Bereich nahm der Ausbau stark zu. 2025 wurden rund 268.000 Batteriespeicher in Haushalten installiert, was einem Plus von etwa 260% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem erreichten erneuerbare Energien einen Anteil von 42,7% am australischen Strommix und erzeugten im letzten Quartal 2025 das erste Mal zeitweise mehr Strom als fossile Energieträger.

Trotz dieser positiver Entwicklungen ging der Ausbau neuer Wind- und Solarparks zurück. Die Investitionen in große Wind- und Solarprojekte sanken um 46%, bei der Windenergie sogar um 59%. Als größte Hindernisse gelten langsame Genehmigungen, Verzögerungen beim Netzanschluss, begrenzte Netzkapazitäten und wirtschaftliche Unsicherheiten. Dadurch wächst die Lücke zwischen den tatsächlich umgesetzten Projekten und dem Ausbau, der für den zukünftigen Energiebedarf notwendig wäre.

Laut dem Clean Energy Council gab es im Sommer 2025/26 rund 90 ungeplante Ausfälle im Kohlekraftwerkssektor. Im Durchschnitt standen dadurch zeitweise etwa 25% der Kohlekraftwerkskapazität nicht zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wird der Ausbau erneuerbarer Energien als notwendig angesehen, um die alternden Kohlekraftwerke schrittweise zu ersetzen und die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Die kommenden fünf Jahre gelten als besonders wichtig für die zukünftige Entwicklung des Energiesystems. Im Fokus stehen daher Planungen zu vereinfachten Genehmigungsverfahren, besseren Netzanschlüssen und mehr kombinierte Wind-, Solar- und Speicherprojekte. Gleichzeitig sollen strukturelle Hindernisse wie Anschlussverzögerungen, begrenzte Netzkapazitäten und Planungsengpässe abgebaut werden, damit bereits geplante Projekte schneller umgesetzt werden können.

Für österreichische Unternehmen ergeben sich insbesondere Chancen in den Bereichen Batteriespeicher, Netzinfrastruktur, Netzsteuerung sowie Planung und Engineering von Wind-, Solar- und Speicherprojekten. Der hohe Investitionsbedarf und die geplante Modernisierung des Energiesystems bieten Potenzial für Kooperationen mit australischen Energie- und Infrastrukturunternehmen.

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