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Person mit Brille und Hut sitzt mit einem Laptop im Wartebereich bereit zum Abflug
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Australien stoppt Ausstellung des Working-Holiday-Visums

Working-Holiday-Programm für Österreicher vorerst gestoppt

Lesedauer: 1 Minute

Australien Bildung Tourismus Know-How & Infrastruktur
17.09.2026

Seit Anfang Juli 2026 genehmigt Australien keine „Work and Holiday“-Visa mehr für Staatsbürger aus 23 Ländern, darunter Österreich. Die ursprünglich als vorübergehend angekündigte Maßnahme bleibt weiterhin in Kraft. Als Begründung nannte die australische Regierung eine bessere Aufteilung der Anträge über das Jahr sowie die Kontrolle der Nettozuwanderung.

Das Working-Holiday-Visum ermöglicht Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, bis zu einem Jahr in Australien zu leben, zu arbeiten und zu reisen. Das Programm wird vor allem von Backpackern, Studierenden und jungen Berufseinsteigern genutzt, die internationale Erfahrung sammeln möchten.

Neben Österreich sind auch die Schweiz und Luxemburg betroffen. Deutschland zählt hingegen zu den Ländern, für die die aktuellen Beschränkungen nicht gelten.

Der Visastopp ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der australischen Einwanderungspolitik. Die Regierung plant weitere Verschärfungen und arbeitet an einer Reform des Punktesystems für qualifizierte Zuwanderer. Künftig sollen jüngere und hochqualifizierte Bewerber mit sehr guten Englischkenntnissen stärker bevorzugt werden.

Hintergrund sind die hohen Einwanderungszahlen der vergangenen Jahre. Ende Juni befanden sich mehr als 225.000 Personen mit einem Working-Holiday-Visum in Australien. Gleichzeitig sorgen steigende Wohnkosten und die angespannte Lage am Wohnungsmarkt für politischen Druck auf die Regierung.

Wann die Visavergabe wieder aufgenommen wird, ist derzeit unklar. Australien gehört zu den wichtigsten Zielländern für österreichische Working-Holiday-Reisende. Die Aussetzung erschwert den Zugang zu Auslands- und Berufserfahrung für junge Österreicher und könnte zugleich den Arbeitskräftepool in lokalen Branchen beeinflussen, die traditionell stark auf internationale Saison- und Gelegenheitsarbeitskräfte angewiesen sind.