Brasilien erweitert die Möglichkeit zur Führung von Fremdwährungskonten
Maßnahme bringt mehr Flexibilität bei internationalen Zahlungstransaktionen
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Die brasilianische Zentralbank hat am 18. Juni den Kreis der Unternehmen erweitert, die Fremdwährungskonten im Land führen dürfen. Bislang war dies Finanzinstituten, Botschaften, Versicherungen sowie Unternehmen bestimmter, gesetzlich definierter Branchen vorbehalten.
Zu den neu berechtigten Gruppen zählen in Zukunft:
- Exporteure
- Unternehmen mit Fremdwährungsverbindlichkeiten
- Unternehmen mit ausländischen Kapitalbeteiligungen
- Nicht in Brasilien ansässige juristische Personen, die Kredit- oder Direktinvestitionsgeschäfte in Brasilien durchführen
Diese Maßnahme ist Teil der schrittweisen Modernisierung und Öffnung des brasilianischen Devisenmarktes und wird am 1. Oktober 2026 in Kraft treten. Damit möchte die Zentralbank die brasilianische Wirtschaft stärker in die internationalen Finanzströme integrieren und Unternehmen mehr Flexibilität bei grenzüberschreitenden Geschäften ermöglichen.
Die Neuerung schafft für österreichische Exporteure und Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Brasilien zusätzliche Flexibilität bei der Abwicklung internationaler Zahlungen und Finanzierungen.
Die Möglichkeit, Einnahmen und Verbindlichkeiten direkt in Fremdwährungen zu verwalten, senkt die Transaktionskosten und mindert das Wechselkursrisiko.
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