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Frontale Aufnahme einer Person mit Schürze, dunklem, gelocktem Haar und Schutzbrille, die sich mit den Armen auf einem Holzhocker abstützt und ein kleines, längliches Stück Holz mit beiden Händen hält und darauf blickt.
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Eswatini plant nationales Prüfzentrum für berufliche Qualifikationen

Neue Infrastruktur soll Zertifizierungsverfahren beschleunigen

Lesedauer: 1 Minute

Eswatini Metalle/Verarbeitung Beratung Bildung
15.10.2026

Das Königreich Eswatini plant die Einrichtung eines nationalen Prüf- und Zertifizierungszentrums für handwerkliche und technische Berufe. Mit diesem Vorhaben möchte die Regierung die derzeitigen Verzögerungen bei der Bewertung und Zertifizierung von Personen abbauen, die berufliche und technische Kompetenzen erworben haben.

Derzeit werden praktische Berufsprüfungen überwiegend in den Werkstätten und Einrichtungen tertiärer Bildungsinstitutionen durchgeführt. Da diese Einrichtungen nur eingeschränkt verfügbar sind, entstehen regelmäßig Rückstände und lange Wartezeiten für die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten.

Das geplante Zentrum soll eine permanente und speziell für praktische Berufsprüfungen ausgelegte Infrastruktur bereitstellen. Dadurch werden die Effizienz, Qualität und Glaubwürdigkeit des nationalen Zertifizierungssystems verbessert. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Zertifikatsverleihung, bei der 349 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen ihre Prüfungszeugnisse in verschiedenen Berufsfeldern, darunter Schneiderei, Modegestaltung und Installationstechnik, erhielten.

Die 349 erfolgreichen Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Programms Skills for Youth (S4Y) unterstützt, das einen wesentlichen Beitrag zur Durchführung der Prüfungen geleistet hat. Minister Buthelezi würdigte die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsakteuren, die gemeinsam dazu beitragen sollen, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zu erhöhen.

Nach Ansicht der Regierung ist die Entwicklung beruflicher Kompetenzen ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Transformation des Landes. Buthelezi betonte, dass Qualifikationen weit mehr seien als formale Nachweise. Vielmehr sollten sie als produktive Vermögenswerte verstanden werden, die es Menschen ermöglichen, Unternehmen zu gründen, Dienstleistungen anzubieten und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Insbesondere junge Menschen müssten stärker dabei unterstützt werden, ihre Fähigkeiten in wirtschaftliche Chancen umzuwandeln. Da berufliche Kompetenzen auf unterschiedlichen Bildungs- und Karrierewegen erworben werden können, seien Berufsprüfungen ein wichtiges Instrument, um diese Fähigkeiten offiziell anzuerkennen und vergleichbar zu machen.

Mit dem geplanten nationalen Prüfzentrum verfolgt Eswatini das Ziel, die berufliche Aus- und Weiterbildung zu modernisieren, die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Für österreichische Unternehmen ergeben sich aus dem geplanten Aufbau eines nationalen Trade Testing Centre interessante Geschäftsmöglichkeiten.

Insbesondere Anbieter von Berufsbildungs- und Qualifizierungsprogrammen, Werkstattausrüstung, Prüf- und Messtechnik, Labor- und Trainingsinfrastruktur sowie digitale Anbieter von Lern- und Zertifizierungslösungen könnten von künftigen Investitionen in die berufliche Bildung profitieren. Darüber hinaus bestehen Potenziale für Beratungsleistungen bei der Entwicklung von Ausbildungsstandards, Zertifizierungssystemen und Qualitätsmanagementprozessen.

Haben wir Ihr Interesse an Eswatini geweckt? Bei Interesse können Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.