Griechenland: Global Business Barometer
Im Rahmen der jährlichen Umfrage „Global Business Barometer“ der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien wurden Tochterunternehmen österreichischer Firmen in Griechenland gebeten, die wirtschaftliche Lage in den Jahren 2025 und 2026 einzuschätzen.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Jahr 2025 überwiegend positiv beurteilt wurde. Fast die Hälfte der österreichischen Tochtergesellschaften (47 %) verzeichnete eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds in Griechenland, während 40 % von stabilen Rahmenbedingungen berichteten. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Unternehmenskennzahlen wider: Gesamtumsatz, Kapazitätsauslastung und Auftragsbestände blieben größtenteils stabil oder konnten im Jahresverlauf gesteigert werden.
Der Ausblick auf das Jahr 2026 bleibt insgesamt optimistisch, wenngleich etwas verhaltener. Rund die Hälfte der Befragten erwartet ein gleichbleibendes Geschäftsumfeld, während etwa ein Drittel von einer weiteren Verbesserung ausgeht. Die meisten österreichischen Niederlassungen in Griechenland rechnen mit stabilen oder steigenden Werten beim Gesamtumsatz, der Auftragslage und der Kapazitätsauslastung. Hinsichtlich der Investitionstätigkeit erwartet die Mehrheit der Unternehmen (60 %) keine wesentlichen Veränderungen.
Zu den größten Herausforderungen zählen weiterhin geopolitische Risiken, insbesondere die zunehmende Entkopplung zwischen Ost und West, militärische Konflikte, Protektionismus sowie Sanktionen. Zudem werden bürokratische Anforderungen, steuerliche Rahmenbedingungen und öffentliche Vergabeverfahren von vielen Unternehmen als zentrale Hürden wahrgenommen. Die Einschätzungen zur Effektivität der gerichtlichen Durchsetzung von Unternehmensinteressen sind geteilt (60 % eher gut, 40 % eher schlecht). Positiv hervorgehoben wird hingegen die Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen und lokalen Verbänden (86 %).
Darüber hinaus bietet das griechische Geschäftsumfeld weiterhin wesentliche Stärken, darunter eine berechenbare Wirtschaftspolitik, Rechtssicherheit und ein ausgeprägter Fokus auf Qualität. Für die Mehrheit der Unternehmen spielt zudem das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Darüber hinaus erwarten die befragten Unternehmen einen verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz im Jahr 2026.
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