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Eine Person hält ein Baby
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Japans Bevölkerung fällt erstmals in 42 Jahren unter 120 Millionen

Rekordtief bei Geburten, mehr Zuwanderung: Japans Bevölkerungsrückgang verschärft den Fachkräftemangel

Lesedauer: 1 Minute

Japan Gesundheitssystem & Einrichtungen Life Science & Pharma Silver Generation
04.08.2026

Die Zahl der japanischen Staatsbürger:innen ist erstmals seit 41 Jahren unter die Marke von 120 Millionen gefallen. Zum 1. Jänner 2026 lebten 119,74 Millionen Japaner:innen in Japan. Der Rückgang von rund 917.000 Personen gegenüber dem Vorjahr markiert zudem den stärksten Rückgang seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1968. 

Für Unternehmen mit Aktivität in Japan ist diese Entwicklung zu notieren, da sie langfristig Arbeitsmarkt, Konsumverhalten, Gesundheitswesen und öffentliche Finanzen beeinflussen wird.  

Sinkende Geburtenrate

Vor allem die anhaltende und zuletzt weiter sinkende Geburtenrate ist für den demografischen Rückgang verantwortlich. Im Jahr 2025 wurden in Japan nur rund 670.000 Kinder geboren, während im gleichen Zeitraum etwa 1,59 Millionen Menschen verstarben. Die stetig sinkende Fertilitätsrate betrug 1,14 Kinder je Frau und erreichte damit ebenfalls einen neuen historischen Tiefstand.  

Folgen des Bevölkerungsrückgangs

Die Folgen werden bereits in ihren Anfängen erkennbar: Arbeitskräftemangel, steigende Sozialausgaben und eine schrumpfende Steuerbasis sind einige der größten Problembereiche in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt. Gleichzeitig gehört Japan mit einem Medianalter von knapp 50 Jahren zu den ältesten Gesellschaften der Welt – ein Fakt, der das Problem zukünftig weiter ankurbeln wird. 

Zuwanderung gewinnt an Bedeutung

Die Zahl ausländischer Einwohner:innen steigt, im Gegenteil zu der japanischer Staatsbürger:innen, deutlich an: Anfang 2026 lebten mehr als vier Millionen Ausländer:innen in Japan, ein historischer Höchststand. Allein im Jahr 2025 nahm die Zahl der ausländischen Einwohner:innen um etwa 354.000 Personen zu. 

Besonders gefragt sind internationale Arbeitskräfte – mehr als 86% der ausländischen Bevölkerung befindet sich im erwerbsfähigen Alter. Japan öffnet seinen Arbeitsmarkt also zunehmend für internationale Fachkräfte, um den wachsenden Mangel im eigenen Land abzufedern. 

Chancen und Risiken für ausländische Unternehmen

Alle Prognosen deuten darauf hin, dass sich der Rückgang der japanischen Bevölkerung in den kommenden Jahren fortsetzen wird und das Medianalter der Bevölkerung weiter steigen wird. Dadurch könnten sich vor allem Chancen in Bereichen wie Automatisierung, Gesundheit, Smart Cities und Fachkräftegewinnung. Gleichzeitig wird der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte voraussichtlich weiter zunehmen, was auch zu Schwierigkeiten führen kann – internationale Fachkräfte für sich zu gewinnen kann für viele Branchen zum Erfolgsfaktor werden. 

Trotz Bevölkerungsrückgang bleibt Japan ein hochentwickelter und kaufkräftiger Markt – die demografischen Veränderungen sind jedoch frühzeitig zu berücksichtigen und in markt- und Personalstrategien einzubeziehen.


Für weiterführende Informationen zum japanischen Markt sowie zu kommenden Veranstaltungen steht das AußenwirtschaftsCenter Tokio jederzeit gerne zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an Christina Schösser (+81-(0)3-3403-1777).

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