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Eine Person sitzt in einem Labor und trägt eine komplette Schutzausrüstung. Sie befüllt mithilfe einer Pipette kleine Proben mit einer Substanz.
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Japan: Cuorips bringt weltweit erste iPS-Herztherapie in den Klinikalltag

Japans Regenerationsmedizin erreicht einen weiteren Meilenstein

Lesedauer: 1 Minute

Japan Life Science & Pharma Medizintechnik & Laborbedarf
01.10.2026

Japan ist ein weiterer bedeutender Schritt in der regenerativen Medizin gelungen: In Osaka wurde erstmals eine Patientin mit schwerer Herzinsuffizienz mit einem zugelassenen Herzmuskelpflaster aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) behandelt. Die Operation gilt als weltweit erste klinische Anwendung eines marktfähigen iPS-basierten Herzprodukts und könnte neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit schweren Herzschäden eröffnen. 

Im Mittelpunkt steht das Biotechnologieunternehmen Cuorips Inc. aus Osaka. Das Spin-off der Osaka University entwickelte mit RiHEART® ein Herzmuskelpflaster aus iPS-Zell-abgeleiteten Kardiomyozyten, das geschädigtes Herzgewebe regenerieren soll. Nach jahrelanger Forschung erhielt das Unternehmen 2026 die Zulassung für die Therapie in Japan und zählt damit zu den ersten Firmen weltweit, die iPS-Technologien in die klinische Praxis überführen konnten. 

Die technologische Grundlage basiert auf den von Nobelpreisträger Shinya Yamanaka (Nobelpreis Medizin 2012) entwickelten iPS-Zellen. Gemeinsam mit dem Herzchirurgen Yoshiki Sawa, heute CTO von Cuorips und emeritierter Professor der Osaka University, wurde die Technologie seit 2008 zur klinischen Anwendung weiterentwickelt. Cuorips hebt insbesondere die vergleichsweise geringe Belastung für die Patienten hervor: Die Implantation erfolgt über einen kleinen Zugang am Brustkorb und benötigt weder eine Herztransplantation noch eine großflächige Öffnung des Brustkorbs. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eigene Produktions- und Logistiktechnologien, die einen Transport der Zellpflaster bei Umgebungstemperatur ermöglichen. 

Forschungskooperationen mit Japans Pharmaindustrie anbahnen 

Der Erfolg unterstreicht Japans Ambitionen, seine internationale Vorreiterrolle bei iPS-Zellanwendungen auszubauen. Die nun erfolgte erste Behandlung dient als wichtiger Praxistest für die Kommerzialisierung der Technologie. Branchenbeobachter sehen darin einen möglichen Wendepunkt für die regenerative Medizin, da weitere Anwendungen von iPS-Zellen, etwa bei neurologischen Erkrankungen, bereits in Entwicklung sind. 

Sie haben noch Fragen zu diesem Thema oder zum Markt Japan allgemein? Das AußenwirtschaftsCenter Tokio hilft Ihnen gerne weiter.