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Nahaufnahme von einer Person, die blaue Schutzhandschuhe trägt und mit einer Pipette eine grüne Flüssigkeit in ein Schälchen unter ein Mikroskop gibt
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Life Science & Pharma in Japan

Von der Spitzenforschung in die Produktentwicklung

Lesedauer: 1 Minute

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21.05.2026

Japans Pharmaindustrie ist seit mehreren Jahren auf Expansionskurs. Japan hat sich nicht zuletzt im Rahmen der erfolgreichen EXPO Osaka 2025 als international bedeutender Produktions- und Forschungsort für innovative Life-Science Produkte etabliert. Nach wie vor unter den Top 3 der weltgrößten Pharmamärkte (ca. EUR 105 Milliarden Marktgröße), versuchen sowohl Großunternehmen im Pharmabereich aber auch Startups und Firmen aus den Bereichen regenerative Medizin, CareTech und AgeTech vermehrt globale Märkte zu meistern.

Die Gründe für die verstärkte globale Expansion sind unterschiedlich. Bei den großen Pharmaunternehmen sind es vor allem die demographischen Änderungen in Japan und die damit zurückgehende Marktgröße, die den Druck zur Globalisierung erhöhen. Im Bereich AgeTech oder CareTech ist es gerade die fortgeschrittene Alterung der japanischen Gesellschaft und damit die Notwendigkeit, innovative neue Geräte und Lösungen hervorzubringen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen und ihrer Produkte erhöht. Der Bereich der regenerativen Medizin nimmt wieder eine Sonderstellung ein. Japan gehört aufgrund der Kombination aus technischem Know-how (Nobelpreis an Shinya Yamanaka im Jahr 2012), regulatorischer Erleichterungen und zahlreicher finanzieller Unterstützungsprogramme zu den weltweiten Technologieführern in diesem Bereich. Derzeit stehen mehrere stammzellenbasierende Produkte wie ReHeart (schwere Herzinsuffizienz) oder Amchepry (Parkinson) unmittelbar vor der Markteinführung.

Besonders vielversprechend ist Bereich der Digitalisierung und ICT. Hier gibt es einerseits großen Nachholbedarf, andererseits starke Förderungen durch die japanische Regierung. Lösungen sowohl im Bereich der Telemedizin, aber auch im Bereich der Medikamentenentwicklung und -forschung sind gefragt.

Chancen für Österreich

Gute Chancen für österreichische Unternehmen im Pharmabereich bestehen bei F&E-Kooperationen, Wirkstoffforschung einschließlich KI und anderer neuer Technologien, Big Data Management, neu entwickelten Wirkstoffe und innovativen Therapieformen.

Im Bereich der regenerativen Medizin bestehen gute Möglichkeiten für österreichische Forschungs- und Entwicklungsbeteiligungen.

Große Potentiale bestehen daher bei fortschrittlichen Diagnosemethoden, Früherkennung, Geräten, die Heimpflege unterstützen, bei der Infektionskontrolle und bei Therapiegeräten. Bei IT-getriebenen Lösungen muss beachtet werden, dass japanische B2B-Kunden auf Datensicherheit und Informationsspeicherung in Japan beharren.

Bei Interesse an einschlägigen Veranstaltungen in Japan, empfehlen wir für die Bereiche klassische Pharmaindustrie, Biotech, Regenerative Medizin und medizinische Geräte die BioJapan 2026, 7.- 9. Oktober in Yokohama. Hierzu gibt es ein Förderprogramm der EU-Kommission, Details dazu auf der Ausschreibungsseite, Anmeldeschluss ist der 19. Juni 2026.

Sie haben noch Fragen zu diesem Thema oder zum Markt Japan allgemein? Dann hilft Ihnen Arnold Ackerer (+81-3-34031777) im AußenwirtschaftsCenter Tokio gerne weiter.

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Zen Garten in Japan mit Blick durch eine Glasscheibe in einen Wald
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