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Panoramaaufnahme von Amman bei Nacht mit Wolkenkratzern sowie mehrspurigen Autostraßen im Vordergrund. Dahinter erstrecken sich viele Gebäude
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Jordanien: Börse von Amman im Jahr 2025 unter den Top 15 weltweit

Wachstum von über 45 % verdeutlicht Stabilität und Reformfortschritte

Lesedauer: 1 Minute

Jordanien
05.01.2026

Die Börse von Amman hat das Jahr 2025 mit einem Kurszuwachs von über 45 % abgeschlossen und zählt damit zu den weltweit erfolgreichsten Börsenplätzen.  

Laut Bloomberg erreichte sie Rang 13 im internationalen Vergleich. Der Leitindex stieg auf 3.611 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit 17 Jahren. 

Ökonomen werten diese Entwicklung nicht als bloß kurzfristigen Effekt, sondern als Ausdruck struktureller Verbesserungen. Der Aufschwung wird vor allem auf gestiegene Unternehmensgewinne, eine solide makroökonomische Steuerung sowie ein deutlich verbessertes Anlegervertrauen zurückgeführt.  

Während zahlreiche internationale Märkte weiterhin unter hohen Zinsen, geopolitischen Spannungen und einer uneinheitlichen wirtschaftlichen Erholung litten, konnte der jordanische Kapitalmarkt stabile Renditen erzielen und sowohl lokale als auch internationale Investoren anziehen. 

Unterstützt wurde diese Stabilität durch eine vorsichtige Fiskalpolitik und die konsequente Umsetzung wirtschaftlicher Reformprogramme. Jordanien verfolgte einen Kurs strikter Haushaltsdisziplin und stärkte zugleich den Finanzsektor, wodurch das wahrgenommene Risiko für Investoren reduziert, und langfristiges Kapital mobilisiert werden konnte.  

Zudem nahm die Beteiligung heimischer institutioneller Anleger – darunter Pensions- und Investmentfonds – spürbar zu, was zu einer breiteren Marktstruktur und geringerer Volatilität beitrug.

Trotz der beeindruckenden Performance weisen Experten darauf hin, dass die Börsenentwicklung nicht isoliert von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden darf.  

Eine hohe Staatsverschuldung, strukturelle Arbeitslosigkeit sowie anhaltende geopolitische Risiken bleiben zentrale Herausforderungen. Entscheidend für die kommenden Jahre wird sein, die positiven Impulse des Kapitalmarktes in reale wirtschaftliche Fortschritte zu überführen und dadurch Investitionen, Beschäftigung und nachhaltiges Wachstum zu fördern.

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