Lettland steigert Anteil erneuerbarer Energien
Pienava Wind – Lettlands größter Windpark nimmt Gestalt an
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Lettland Energiewirtschaft Erneuerbare Energien UmwelttechnologieAm 5. November 2025 wurde in der Region Tukums der Grundstein für „Pienava Wind“ gelegt – das größte Windkraftprojekt Lettlands. Der Windpark wird aus 21 Nordex-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 147 MW bestehen und jährlich rund 500 GWh saubere Energie erzeugen. Die Investitionssumme beträgt rund 215 Millionen Euro.
Nach der Übernahme durch Latvenergo, den größten Energieversorger des Landes, wird das Projekt bis zur Fertigstellung 2027 umgesetzt. Damit entwickelt sich die Region Zemgale, bekannt als Kornkammer Lettlands, auch zur „Energie-Kornkammer“. Neben der Stärkung der Energiesicherheit profitieren die Gemeinden Tukums und Dobele von jährlichen Einnahmen von über 350 000 Euro. Pienava Wind ist Teil der Strategie von Latvenergo, bis 2027 rund 1 150 MW an erneuerbarer Kapazität im Baltikum zu betreiben – ein entscheidender Schritt in Richtung grüner Zukunft.
Das Projekt „Pienava Wind“ ist nicht nur ein Meilenstein für Lettlands Energiewende, sondern eröffnet auch interessante Perspektiven für potenzielle Zulieferer. Mit einer Investitionssumme von rund 215 Millionen Euro und modernster Technologie bietet der Bau des größten Windparks Lettlands Potenzial für Zulieferungen im Bereich Elektrotechnik, Infrastruktur und Steuerungssysteme.
Darüber hinaus sind Beteiligungen über Green-Energy-Investments und EU-Förderprogramme möglich. Know-how in Planung, Engineering und Wartung könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten – und die Synchronisierung Lettlands mit dem europäischen Stromnetz schafft zusätzliche Chancen im Energiehandel.
Latvenergo hat auch andere Windparkprojekte übernommen. Bereits im Mai übernahm das Unternehmen das Projekt Laflora Energy, den zu diesem Zeitpunkt größten Windpark Lettlands mit 16 Turbinen und einer Leistung von 108,8 MW. Die Hälfte der Investitionen – rund 95 Millionen Euro – fließt direkt in die lettische Wirtschaft.
Der Park entsteht auf einem ehemaligen Torfabbaugebiet in der Region Jelgava und soll im Sommer 2026 ans Netz gehen. Damit stärkt Latvenergo nicht nur die Energiesicherheit, sondern auch die lokale Wertschöpfung und schafft neue Arbeitsplätze.