Malaysia treibt Kreislaufwirtschaft voran
Wachsender Druck durch Abfallmengen und internationale Vorgaben
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Malaysia baut seine Kreislaufwirtschaft aus, um auf steigende Abfallmengen, Umweltbelastungen und internationale Nachhaltigkeitsanforderungen zu reagieren. Täglich fallen im Land rund 39.000 Tonnen Abfall an, 2025 insgesamt ca. 15,38 Mio. Tonnen. Der Abfallsektor zählt zu den wesentlichen Quellen von Treibhausgasemissionen. Die Recyclingquote liegt aktuell bei rund 39 % und damit knapp unter dem Regierungsziel von 40 %. Rund 40 % des täglichen Abfalls bestehen aus grundsätzlich wiederverwertbaren Materialien wie Kunststoffen, Papier und Metallen. Nach Schätzungen der Regierung gehen dadurch jährlich Rohstoffe im Wert von rund 100 Mio. Euro verloren. Ohne weitere Maßnahmen würden Deponien bis etwa 2041 an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.
Zur Förderung der Kreislaufwirtschaft setzt Malaysia unter anderem auf eine nationale Abfallpolitik, eine Kunststoff-Roadmap sowie den Kreislaufwirtschaftsplan für feste Abfälle (2025–2035). Zentrale Elemente sind die Ausweitung der erweiterten Produzentenverantwortung (EPR), strengere Vorgaben für schwer recycelbare Produkte sowie Anreize für den Einsatz nachhaltiger Verpackungen und recycelter Materialien. Internationale Vorgaben wie die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) stellen exportorientierte Unternehmen vor zusätzliche Anforderungen.
Die Regierung unterstützt den Sektor mit Steuervergünstigungen, Investitionsanreize und Finanzierungsprogrammen für Recycling- und Abfallmanagementprojekte. Unternehmen, die Nachhaltigkeitskriterien besonders gut erfüllen (hohe ESG-Performance), sollen künftig verstärkt gefördert werden.
Der integrierte Abfallmanagement- und Recyclingsektor verzeichnet bereits wachsende Investitionen und wird auch wirtschaftlich immer relevanter.
Ausblick
Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe länger im Wirtschaftskreislauf zu halten und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern. Dazu sollen Wiederverwendung, Recycling, Reparatur und die Rückgewinnung von Materialien weiter ausgebaut werden.
Gleichzeitig soll Malaysia als Standort für nachhaltige Industrie- und Kreislaufwirtschaft in der Region positioniert werden.