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Aufsicht auf einen großen Containerumschlagplatz bei Sonnenuntergang. In der Mitte befindet sich ein großer Kran. Rechts daneben sind Schienen zu sehen. Links, weit im Hintergrund, befinden sich einige Wohngebäude.
© Lukas Gojda | stock.adobe.com

Mosambik baut Handels- und Energiekorridore aus

Neue Hafen-, Transport- und Kraftstoffprojekte sollen den regionalen Handel stärken und das Land zu einem zentralen Logistikstandort im südlichen Afrika machen

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Mosambik Energiewirtschaft Maritime Industry Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau
Stand: 26.05.2026

Mosambik treibt den Ausbau seiner Verkehrs- und Energieinfrastruktur voran, um den regionalen Handel sowie die Energieversorgung im südlichen Afrika zu stärken und seine Rolle als Logistikzentrum auszubauen. Die Regierung in Maputo genehmigte dazu mehrere strategische Projekte in den Bereichen Häfen, Transportkorridore und Kraftstoffversorgung. Die Vorhaben sollen überwiegend im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften umgesetzt werden.

Regierungssprecher Inocencio Impissa erklärte nach einer Sitzung des Ministerrats, dass insbesondere Infrastrukturprojekte mit regionaler Bedeutung im Fokus stünden. Zu den genehmigten Vorhaben gehört ein Gefahrgutterminal im Hafen von Beira im Bezirk Dondo in der Provinz Sofala. Das Projekt soll gemeinsam mit der staatlichen Hafen- und Eisenbahngesellschaft entwickelt werden und die Sicherheitsstandards beim Umschlag gefährlicher Güter verbessern.

Auch der Hafen von Quelimane in der Provinz Zambezia soll modernisiert werden. Geplant ist der Ausbau der Infrastruktur für die Annahme und Verteilung von Kraftstoffen, um die Versorgungssicherheit in der Region zu erhöhen.

Ein weiteres zentrales Vorhaben ist das Projekt „Savane Corridor Fuel Terminal, Storage and Pipeline“. Daran beteiligt sind das staatliche Energieunternehmen Petromoc sowie die nationale Hafen- und Eisenbahngesellschaft. Nach Angaben der Regierung besitzt das Projekt strategische Bedeutung für die nationale und regionale Energiesicherheit.

Darüber hinaus genehmigte die Regierung die Entwicklung des Mapinhane-Pafuri-Korridors in der Provinz Inhambane. Der Korridor soll die wirtschaftliche Anbindung des südlichen Mosambiks an die Märkte der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) stärken, insbesondere an Südafrika und Simbabwe. Ziel sei es, einen Integrationskorridor zwischen Inhambane, Gaza, der Grenzregion Pafuri und den regionalen Märkten zu schaffen, erklärte Impissa.

Die Projekte sind Teil einer umfassenderen Strategie, Mosambik langfristig von einem Transitland zu einem regionalen Logistik- und Dienstleistungszentrum zu entwickeln. Verkehrsminister João Jorge Matlombe betonte zuletzt die Bedeutung der Korridore von Maputo, Beira und Nacala für die wirtschaftliche Transformation des Landes. Neben dem Ausbau von Häfen, Straßen und Eisenbahnlinien investiere die Regierung zunehmend auch in digitale Systeme, um Zollprozesse zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen.

Unterstützt werden die Vorhaben unter anderem von der Afrikanischen Entwicklungsbank. Deren Vizepräsident Solomon Quaynor erklärte, dass neben dem Ausbau der physischen Infrastruktur auch die Harmonisierung von Zollsystemen und der institutionelle Kapazitätsaufbau entscheidend für den Erfolg regionaler Handelskorridore seien.

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