Australien schließt KI-Abkommen mit Anthropic
Wachstum durch KI: Australien treibt Ausbau von Rechenzentren mit Anthropic voran
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Australien will beim globalen KI-Wettlauf stärker mitmischen: Die Regierung von Premierminister Anthony Albanese hat eine Absichtserklärung mit dem US-KI-Unternehmen Anthropic unterzeichnet. Anthropic-Chef Dario Amodei traf dafür in Canberra mit Albanese und Industrieminister Tim Ayres zusammen. Das Unternehmen, bekannt für den KI-Assistenten Claude, unterstützt damit Australiens Plan, große Technologieunternehmen und Datenzentren ins Land zu holen.
Das Memorandum of Understanding ist zwar nicht rechtlich bindend, sieht aber mehrere Bereiche der Zusammenarbeit vor. Anthropic verpflichtet sich unter anderem, beim Ausbau von Rechenzentren zusätzliche Energieversorgung mitzudenken, mit Fokus auf erneuerbare Energien. Außerdem stellt das Unternehmen im Rahmen seines AI Science Program rund 3 Millionen Dollar für medizinische Forschung an australischen Universitäten und Forschungseinrichtungen bereit, darunter die Australian National University, das Murdoch Children’s Research Institute, das Garvan Institute of Medical Research und die Curtin University.
Die Vereinbarung passt zum australischen National AI-Plan, der vorsieht, digitale Infrastruktur für KI in Australien aufzubauen, unter australischem Recht zu betreiben und Vorteile für die lokale Wirtschaft zu schaffen. Zusätzlich soll Anthropic mit Australiens AI Safety Institute zusammenarbeiten und Daten aus dem Anthropic Economic Index teilen, damit die Regierung besser nachvollziehen kann, wie KI in verschiedenen Wirtschaftsbereichen genutzt wird. Geplant ist zudem die Eröffnung eines Büros in Sydney.
Allein in New South Wales werden rund 31 Mrd. EUR in neue Datenzentren investiert. Für österreichische Unternehmen, die Technologien für Rechenzentren sowie Lösungen für Energieversorgung und Kühlung anbieten, ergeben sich daraus attraktive Marktchancen.