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Drei Personen sitzen sich an einem Tisch gegenüber. Zwei der Personen schütteln sich die Hände. Vor einer Person ist ein Zettel mit Diagrammen.
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Namibia neu auf der Soft-Loan-Liste

Chancen für österreichische Exporteure

Lesedauer: 1 Minute

Namibia Banken/Versicherungen Beratung
12.10.2026

Mit der Aufnahme Namibias in den Kreis der Soft-Loan-Empfängerländer erweitert Österreich seine entwicklungspolitischen und wirtschaftlichen Aktivitäten im südlichen Afrika. Für österreichische Unternehmen eröffnet sich damit ein zusätzlicher Markt, in dem Projekte mit hoher Entwicklungswirkung durch besonders günstige Finanzierungslösungen unterstützt werden können.

Namibia zählt zu den politisch stabileren Ländern Afrikas und verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen sowie großes Potenzial im Energie- und Infrastruktursektor. Gleichzeitig steht das Land vor strukturellen Herausforderungen wie hoher Arbeitslosigkeit, ausgeprägter Einkommensungleichheit und Defiziten im Bildungswesen. Vor diesem Hintergrund hat das österreichische Bundesministerium für Finanzen (BMF) Namibia in die Liste der Soft-Loan-fähigen Länder aufgenommen. Damit können künftig ausgewählte Projekte mit österreichischer Beteiligung über konzessionelle Finanzierungen unterstützt werden.

Soft Loans, auch konzessionelle Finanzierungen oder Entwicklungshilfekredite genannt, sind zweckgebundene Kredite mit besonders günstigen Konditionen. Sie zeichnen sich durch niedrige Zinssätze, lange Laufzeiten und tilgungsfreie Perioden aus. Die günstigen Bedingungen werden durch die Unterstützung der öffentlichen Hand ermöglicht.

In Österreich werden Soft Loans von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) im Rahmen des Exportfinanzierungsverfahrens angeboten. Ziel ist es, einerseits österreichische Exporte zu fördern und andererseits die nachhaltige Entwicklung in den Empfängerländern zu steigern. 

Soft Loans kommen insbesondere bei Projekten zum Einsatz, die zwar entwicklungspolitisch sinnvoll, aber wirtschaftlich nicht vollständig tragfähig sind. Typische Bereiche sind

  • Infrastruktur
  • Gesundheitswesen
  • Wasser- und Sanitärversorgung
  • Bildung
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Katastrophenschutz 

Voraussetzung ist, dass die Projekte einen nachhaltigen Entwicklungseffekt im Empfängerland erzielen und ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung aus Österreich stammt. Mindestens 50 Prozent der Lieferungen und Leistungen müssen „Made in Austria“ sein. Für österreichische Unternehmen ergeben sich dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere in Sektoren, in denen österreichisches Know-how international anerkannt ist.

Referenzprojekte im Bereich Infrastruktur, Energieversorgung, Wasserwirtschaft oder Gesundheitswesen können den Zugang zu weiteren, kommerziellen Projekten im Land erleichtern.

Haben wir Ihr Interesse an Namibia geweckt? Bei Interesse können Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.