Nigeria: Dangote Raffinerie geht an Börse
Der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote hat den Börsengang seiner Raffinerie in Lagos gestartet und damit die größte Aktienplatzierung in der Geschichte Afrikas eingeleitet. Über die Ausgabe von rund drei Prozent der Unternehmensanteile sollen bis zu 2,1 Milliarden USD für den weiteren Ausbau der Anlage lukriert werden.
Die 2024 in Betrieb genommene Dangote-Raffinerie zählt mit einer Verarbeitungskapazität von rund 650.000 bis 700.000 Barrel Rohöl pro Tag zu den größten Raffinerien der Welt. Sie deckt einen Großteil des nigerianischen Treibstoffbedarfs und exportiert mittlerweile auch Produkte wie Kerosin nach Europa. Das Unternehmen plant, die Kapazität in den kommenden Jahren deutlich auszubauen.
Der Börsengang richtet sich ausdrücklich an breite Bevölkerungsschichten. Bereits mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz von umgerechnet wenigen Euro können Privatanleger Anteile erwerben. Dangote bezeichnet die Transaktion als „People’s IPO“ und will damit die Beteiligung nigerianischer Sparer am Erfolg des Projekts fördern.
Manche Online-Plattformen, über die Aktien gezeichnet werden konnten, waren am ersten Tag vom Ansturm überwältigt und zweitweise nicht mehr erreichbar. Die Zeichnungsfrist dauert noch bis zum 13. Oktober.