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Eine große Raffinerie mit verschiedenen Rohren, die horizontal, vertikal und quer verlaufen vor blauem Himmel mit weißen Wolken
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Pakistans Raffineriesektor vor milliardenschwerer Modernisierung

Geplante Investitionen von über 6 Mrd. US-Dollar sollen Energieversorgung stärken und Kraftstoffqualität verbessern

Lesedauer: 1 Minute

Pakistan Energiewirtschaft
02.09.2026

Pakistan steht vor einer umfassenden Modernisierung seines Raffineriesektors. Nach Angaben des Energieministeriums sollen alle fünf bestehenden Raffinerien bereits Anfang September Vereinbarungen zur Umsetzung von Modernisierungsprojekten im Rahmen der „Brownfield Refining Policy“ unterzeichnen. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf mehr als 6 Mrd. US-Dollar.

Ziel der Initiative ist die technische Aufrüstung bestehender Anlagen, die Produktion hochwertiger Kraftstoffe sowie die Verringerung der Abhängigkeit von kostenintensiven Treibstoffimporten. Die Modernisierung gilt als wichtiger Baustein zur Stärkung der langfristigen Energiesicherheit des Landes.

Ein zentraler Bestandteil der Investitionen ist die Umstellung auf die Produktion von Euro-5-Kraftstoffen, die strengere Umweltstandards erfüllen und die Schadstoffemissionen von Fahrzeugen reduzieren. Gleichzeitig sollen die Raffinerien künftig größere Mengen an Benzin und Diesel erzeugen können, indem bisher wenig rentable Schweröle in höherwertige Produkte umgewandelt werden.

Von den geplanten Maßnahmen betroffen sind Pakistan Refinery Limited (PRL), National Refinery Limited (NRL), Pak-Arab Refinery Limited (PARCO), Cnergyico Pakistan Limited und Attock Refinery Limited (ARL). Gemeinsam verfügen sie über eine Verarbeitungskapazität von rund 350.000 Barrel Rohöl pro Tag.

Die Brownfield Refining Policy wurde bereits 2023 vorgestellt, ihre Umsetzung verzögerte sich jedoch aufgrund geänderter steuerlicher Rahmenbedingungen. Nach einer Überarbeitung der Richtlinie Ende Juli 2026 sollen die Projekte nun wieder vorangetrieben werden.

Da das Investitionsvolumen die Möglichkeiten des lokalen Finanzmarkts übersteigt, erwarten Branchenvertreter eine überwiegend internationale Finanzierung. Als potenzielle Kapitalgeber gelten insbesondere Investoren aus Saudi-Arabien, Aserbaidschan und der Türkei. Die geplanten Projekte zählen zu den bedeutendsten Investitionsvorhaben im pakistanischen Energiesektor der vergangenen Jahre.

Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen

Die geplanten Investitionen eröffnen Geschäftsmöglichkeiten insbesondere für österreichische Unternehmen aus den Bereichen Öl- und Gasindustrie sowie Raffinerie- und Prozesstechnik. Haben Sie Fragen zu diesem Projekt? Das Team des AußenwirtschaftsCenters Abu Dhabi unterstützt Sie gerne. Kontaktieren Sie uns unter abudhabi@wko.at oder rufen Sie uns unter +971 2 2043 444 an.

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