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Eine Person in blauer Kleidung steht zwischen gestapelten Objekten, über die eine Plastikhülle gestülpt ist. Dadurch entsteht ein schmaler Gang. Die Person beugt sich leicht nach vorne und hält ein Tablet in der rechten Hand.
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Peru digitalisiert Außenhandel und beschleunigt Genehmigungsverfahren

Neues VUCE-Modul vereinfacht bis zu 60 Prozent aller Import- und Exportformalitäten im Land

Lesedauer: 1 Minute

Peru
10.09.2026
Peru treibt die Digitalisierung seines Außenhandels weiter voran. Mit dem neuen Modul „Mercancías Restringidas“ innerhalb der elektronischen Außenhandelsplattform VUCE sollen künftig rund 60 Prozent aller Import- und Exportverfahren schneller und effizienter abgewickelt werden. Für österreichische Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Peru bedeutet dies potenziell kürzere Bearbeitungszeiten und geringere administrative Hürden.

Wichtiger Schritt zur Modernisierung des Außenhandels

Das peruanische Außenhandels- und Tourismusministerium hat ein neues digitales Modul in die nationale Außenhandelsplattform VUCE integriert. Ziel ist es, Genehmigungs- und Zertifizierungsverfahren für regulierte Waren vollständig elektronisch abzuwickeln und bisherige, vielfach papierbasierte Prozesse zu ersetzen.

Das neue System betrifft insbesondere Waren, die aus Gründen der Sicherheit, des Gesundheits- oder Umweltschutzes speziellen Kontroll- und Genehmigungsverfahren unterliegen. Durch die Bündelung der Prozesse auf einer zentralen Plattform sollen Doppelgleisigkeiten vermieden und Bearbeitungszeiten reduziert werden.

Einheitliche Plattform für Behörden und Unternehmen

Kernstück der Reform ist die stärkere Vernetzung der beteiligten Behörden. Die Plattform verbindet derzeit 20 öffentliche Einrichtungen und ermöglicht den automatisierten Datenaustausch zwischen den zuständigen Stellen. Unternehmen müssen dadurch dieselben Informationen nicht mehrfach bei unterschiedlichen Behörden einreichen.

Ergänzt wird das System durch ein zentrales Benutzerkonto, einen elektronischen Benachrichtigungskanal sowie eine integrierte Zahlungsplattform für Gebühren und Abgaben. Dadurch sollen Abläufe transparenter und für Unternehmen leichter nachvollziehbar werden.

Mehr Effizienz für Importeure und Exporteure

Nach Angaben der Behörden wickelt das neue Modul bereits rund 60 Prozent aller über die VUCE-Plattform abgeführten Verfahren ab. Mehr als 130.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer sowie rund 4,9 Millionen bereits bearbeitete elektronische Transaktionen verdeutlichen die Bedeutung des Systems für den peruanischen Außenhandel. Die Plattform soll künftig mehr als 7,6 Millionen Vorgänge pro Jahr verarbeiten können.

Chancen für österreichische Unternehmen

Für österreichische Exporteure und Investoren ist die Modernisierung ein positives Signal. Die Vereinfachung administrativer Verfahren kann Markteintritts- und Abwicklungskosten senken und die Planbarkeit von Lieferungen verbessern. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Chemie, Umwelttechnologien, Energie sowie Industrieausrüstung profitieren von effizienteren Genehmigungsprozessen bei regulierten Waren.

Zugleich stärkt Peru mit dem Ausbau digitaler Verwaltungsstrukturen seine Position als wichtiger Wirtschaftsstandort an der Pazifikküste und als Drehscheibe für den Handel innerhalb Lateinamerikas.