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Person in Rückenansicht sitzt in Fahrerkabine eines Zuges: Bedient auf blauem Steuerungscockpit Tasten, vor ihr verschwommen Fenster mit Blick auf Gleise
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Portugal: Hochgeschwindigkeitszug Lissabon Porto

5-Mrd.-Euro-Projekt stärkt Portugals Bahnnetz und eröffnet Chancen für internationale Infrastrukturpartner

Lesedauer: 1 Minute

Portugal Schienenverkehr

Das Hochgeschwindigkeitsprojekt Porto–Lissabon zählt mit einem Gesamtvolumen von rund 5 Milliarden Euro zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben in Portugal und zu einem der größten Bahnprojekte Südeuropas. Ziel ist es, die beiden wichtigsten Wirtschafts- und Bevölkerungszentren des Landes über eine moderne Hochgeschwindigkeitsstrecke zu verbinden und die Reisezeit von derzeit rund drei Stunden auf etwa eine Stunde zu reduzieren. Die neue Verbindung soll Portugal zugleich stärker in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz einbinden und langfristig eine direkte Achse in Richtung Spanien und weiter nach Mitteleuropa ermöglichen.

Die erste Bauphase zwischen Porto und Oiã befindet sich bereits in der Vergabe und wird durch europäische Finanzierungsinstrumente wie InvestEU und die Europäische Investitionsbank unterstützt. Weitere Abschnitte, darunter Oiã–Soure, werden derzeit vorbereitet. Für jede Phase sind umfangreiche technische Analysen, Umweltprüfungen und Planungsarbeiten vorgesehen, die das Fundament für den anschließenden Bau bilden. Parallel zur Strecke entstehen neue Bahnhöfe, modernisierte Knotenpunkte sowie Signal- und Telekommunikationssysteme, die den Betrieb auf internationalem Hochgeschwindigkeitsstandard gewährleisten sollen.

Mit dem Bau der Verbindung werden erhebliche wirtschaftliche und technologische Impulse erwartet. Das Projekt schafft Aufträge für spezialisierte Bau- und Ingenieurunternehmen, stärkt regionale Wertschöpfung und fördert nachhaltige Mobilität durch eine deutliche Verlagerung von Auto- und Flugverkehr auf die Schiene. In den kommenden Jahren eröffnet die Umsetzung daher vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen, deren Expertise in Infrastruktur, Bahntechnik und Engineering in Portugal seit Langem geschätzt wird.

Chancen für österreichische Unternehmen:

  • Bauwesen und Ingenieurleistungen: Tunnel- und Brückenbau, Erdarbeiten, Spezialtiefbau, Gleisbau
  • Signal‑ und Sicherheitstechnik: ETCS‑Systeme, Telekom‑ und Leittechnik
  • Energie- und Bahnstromtechnik: Elektrifizierung, Unterwerke, innovative Versorgungslösungen
  • Planung, Beratung und Nachhaltigkeit: Umweltgutachten, Projektmanagement, technische Due Diligence
  • Rolling Stock & Railway Innovation: Kooperationen bei Hochgeschwindigkeits- und Wartungslösungen

Zum Auftakt der wichtigsten Branchenveranstaltung des Jahres organisieren wir am 19. Mai anlässlich des Portugal Rail Summits eine Wirtschaftsmission, um österreichische Unternehmen direkt mit den zentralen Akteuren des Hochgeschwindigkeitsprojekts zu vernetzen.

Stand: 06.02.2026

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