Schweizer Deep-Tech-Erfolg: Chancen für österreichische Unternehmen
Die Schweiz als Deep-Tech-Hotspot bietet Österreichs Unternehmen Impulse, Kooperationen und Zugang zu Zukunftstechnologien.
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Die Schweiz zählt nicht zu den größten Technologiemärkten der Welt. Dennoch fließen laut dem aktuellen Swiss Deep Tech Report 63 Prozent des gesamten Risikokapitals in Deep-Tech-Unternehmen. Zu den Deep-Tech-Bereichen zählen unter anderem Künstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie und andere forschungsintensive Zukunftstechnologien. Damit weist die Schweiz laut Report weltweit den höchsten Anteil an Deep-Tech-Investitionen auf und liegt vor China (56 Prozent) und den USA (54 Prozent).
Dieser Erfolg basiert auf dem engen Zusammenspiel von Spitzenforschung, Unternehmertum und Kapital. Institutionen wie die ETH Zürich und die EPFL Lausanne zählen zu den wichtigsten Quellen technologieorientierter Unternehmensgründungen in Europa. Gleichzeitig gelingt es der Schweiz zunehmend, diese Unternehmen auch während ihrer Wachstumsphase im Land zu halten.
Die Dynamik zeigt sich auch bei den Investitionen: Laut dem aktuellen Swiss Deep Tech Report konnten Schweizer Deep-Tech-Start-ups im Jahr 2025 rund 2,6 Milliarden US-Dollar an Risikokapital einwerben – ein Rekordwert. Pro Kopf investiert die Schweiz mehr Kapital in Deep Tech als jedes andere europäische Land und zählt weltweit zur Spitzengruppe neben den USA und Israel.
Aus dieser Entwicklung entsteht ein Innovationsraum, der weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Zürich, Lausanne und Basel bilden gemeinsam mit München den sogenannten Alpine Tech Cluster. Neben dem Cluster London–Paris gilt er als einer der wenigen europäischen Technologieräume mit globaler Wettbewerbsfähigkeit.
„Die Schweiz hat bewiesen, dass man kein großes Land sein muss, um bei den Technologien der Zukunft weltweit vorne mitzuspielen“, sagt Joanne Sieber, CEO von Deep Tech Nation Switzerland. Nun gehe es darum, diesen Vorsprung in globale Marktführer umzuwandeln.
Für österreichische Unternehmen wird die Schweiz damit zunehmend zu einem interessanten Innovationspartner. Gerade die geografische Nähe, die engen wirtschaftlichen Beziehungen und die hohe Innovationskraft des Standorts erleichtern den Zugang zu einem der dynamischsten Technologieökosysteme Europas. Wer verstehen möchte, wie Forschung schneller zu marktfähigen Geschäftsmodellen wird oder wie ein leistungsfähiges Deep-Tech-Ökosystem aufgebaut werden kann, findet hier wertvolle Impulse und Anknüpfungspunkte.
Veranstaltungen wie das Zurich AI Festival Ende September machen sichtbar, wie Forschung, Start-ups, Investoren und Industrie erfolgreich zusammenwirken, und bieten österreichischen Unternehmen die Gelegenheit, Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen sowie Einblicke in aktuelle Technologietrends zu gewinnen.
Sie haben Fragen zum Schweizer Innovationsökosystem oder suchen Partner im Bereich Deep Tech und Künstliche Intelligenz? Das AußenwirtschaftsCenter Zürich unterstützt österreichische Unternehmen bei der Suche nach Technologiepartnern, beim Markteinstieg sowie bei der Vernetzung mit relevanten Akteuren des Schweizer Innovationsökosystems.