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Papua-Neuguinea: Digitale Konnektivität – Unterstützungen von Australien und den USA

Marktchancen für österreichische Firmen

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Papua-Neuguinea Elektro/Elektronik/Mechatronik Software & IT Telekommunikation
Stand: 22.06.2026

Papua-Neuguinea weist im internationalen Vergleich sehr hohe Internetkosten im Verhältnis zum Einkommen auf. Dadurch ist der Zugang für über 80% der Bevölkerung eingeschränkt, und die Internetdurchdringung liegt deutlich unter dem Niveau vieler ASEAN-Staaten, sowie der Nachbarländer. Leistbare digitale Konnektivität soll daher als zentrale Voraussetzung für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelten. Derzeit sollen nur etwa 36% der Bevölkerung Mobilfunkabdeckung haben und rund 32% das Internet nutzen, vor allem in den Städten.

Australien hat daher zusammen mit Papua-Neuguinea die Initiative „Telecommunications Blueprint“ zum Ausbau der digitalen Infrastruktur in Papua-Neuguinea angekündigt, die darauf abzielen soll, das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen, Geschäftsmöglichkeiten zu erweitern und die landesweite Vernetzung zu verbessern. Bis 2035 soll die Digitalisierung das Wirtschaftswachstum auf über 4,5% pro Jahr steigern und zusätzlich rund 85 Mrd. Kina (ca. 16 Mrd. Euro) zur Wirtschaftsleistung beitragen. Darüber hinaus werden über 130.000 neue Arbeitsplätze sowie mehr als 45.000 Unternehmensgründungen erwartet. Eine leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur bildet die Grundlage für Fortschritte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Handel, Investitionen, Finanzdienstleistungen und unternehmerische Aktivitäten.

Zusätzlich wurde die „Pukpuk Digital Connectivity Initiative“ vorgestellt, die weitere sichere Unterseekabelverbindungen nach Port Moresby prüfen soll. Insgesamt soll Australien rund 2,5 Mrd. AUD in digitale Konnektivität in Papua-Neuguinea investiert haben.

Die US-Regierung hat zudem auch angekündigt, 30 Mio. US-Dollar für Satelliten-Internetprojekte in Papua-Neuguinea bereitzustellen, um vor allem abgelegene ländliche Regionen besser zu vernetzen. Die Mittel sollen wichtige Einrichtungen wie Schulen, Gesundheitszentren und Katastrophenschutzstellen unterstützen. Die Initiative wurde im Rahmen des zweiten strategischen Dialogs zwischen den USA und Papua-Neuguinea vorgestellt.

Für österreichische Unternehmen ergeben sich daraus Chancen insbesondere im Bereich Telekommunikation, IT- und Cybersecurity-Lösungen, digitaler Verwaltung, FinTech, Cloud-Services sowie Bildungs- und Infrastrukturtechnologien. Auch Anbieter von Energie- und Netzwerklösungen könnten profitieren, da der Ausbau in abgelegenen Regionen entsprechende Versorgungssysteme erfordert und internationale Entwicklungsprojekte zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten schaffen.

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