Schweiz: Großprojekt „Gate A“ am Flughafen Zürich: Chancen für österreichische Unternehmen
Milliardenprojekt am Flughafen Zürich: Baustart ab 2027, mehrjährige Bauphase und innovative Holzbauweise prägen das Vorhaben.
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Mit dem Projekt „Gate A“ realisiert der Flughafen Zürich ein großvolumiges Erneuerungsprojekt seiner Luftverkehrsinfrastruktur mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Schweizer Franken. Im Zentrum stehen der Neubau eines Passagierdocks, eines Flugsicherungsturms sowie einer sogenannten Dockwurzel als Verbindung zum bestehenden Airside Center.
Ausgangspunkt des Projekts ist der Erneuerungsbedarf der bestehenden Anlagen: Das heutige Dock A und der zugehörige Tower wurden 1985 in Betrieb genommen und haben nach über 35 Betriebsjahren das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Sie entsprechen insbesondere in Bezug auf Funktionalität, betriebliche Abläufe und Nachhaltigkeitsanforderungen nicht mehr dem aktuellen Stand. Das Dock A wird derzeit von rund einem Drittel der ankommenden und abfliegenden Passagiere genutzt, was die zentrale Bedeutung der Infrastruktur im laufenden Betrieb unterstreicht.
Der Ersatzneubau ist Teil der langfristigen Infrastrukturentwicklung des Flughafens Zürich, bei der zentrale Anlagen auf Basis umfassender Analysen schrittweise modernisiert oder ersetzt werden. Nach bereits realisierten Projekten wie Terminal 2 und Dock B wird nun der infrastrukturelle Kernbereich rund um Dock A, das Vorfeld und den Tower weiterentwickelt.
Die Umsetzung erfolgt etappenweise. Der Baustart für den neuen Tower ist ab 2027 vorgesehen, während der Neubau des Dock A ab etwa 2030 erfolgen soll. Der Flughafenbetrieb bleibt während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten. Der Neubau wird nördlich der bestehenden Anlage errichtet und nach Inbetriebnahme schrittweise den Ersatz der heutigen Infrastruktur ermöglichen.
Das Vorhaben ist mit hohen technischen und organisatorischen Anforderungen verbunden. Insbesondere der Bau im laufenden Betrieb erfordert präzise abgestimmte Bauabläufe, komplexe Logistikkonzepte sowie hohe Anforderungen an Sicherheit und Qualität.
Ein wesentlicher Fokus liegt auf der nachhaltigen Bauweise. Das neue Dock A soll im Passagierbereich weitgehend in Holzbauweise umgesetzt werden – ein in dieser Größenordnung außergewöhnlicher Ansatz. Ergänzend sind großflächige Photovoltaikanlagen vorgesehen, die einen erheblichen Anteil des Energiebedarfs decken, sowie die Umsetzung internationaler Nachhaltigkeitsstandards.
Für österreichische Unternehmen ergeben sich daraus konkrete Einstiegsmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Holzbau, Fassadentechnik, Gebäudetechnik, Energie- und Nachhaltigkeitslösungen sowie spezialisierte Planungs- und Engineering Leistungen für komplexe Infrastrukturprojekte.
Besonders relevant sind Unternehmen mit Erfahrung in großvolumigen Infrastrukturprojekten sowie im Bauen unter laufendem Betrieb.
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