Serbien: Gesetzesentwurf Handel stärkt Transparenz
Klare Regeln, erweiterter Geltungsbereich und EU nahe Standards sollen faire Handelsbedingungen und stabile Lieferketten sicherstellen
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Serbien Agrarwirtschaft Nahrungsmittel/SoftdrinksIn der Wirtschaftskammer Serbiens (PKS) wurde der Entwurf eines neuen Gesetzes über Handelspraktiken vorgestellt. Die Regelung soll ab April in Kraft treten und unlautere Geschäftspraktiken im Handel klar einschränken sowie transparente, faire Beziehungen zwischen Lieferanten, Händlern und Käufern schaffen.
Der Entwurf geht deutlich über die bisherige Marge‑Verordnung hinaus: Er umfasst nicht nur landwirtschaftliche und Lebensmittelprodukte, sondern auch Haushaltschemie, Hygieneprodukte, Papier‑ und Küchenwaren, Babyartikel und weitere FMCG‑Bereiche. Damit wird ein wesentlich breiterer Teil des Marktes reguliert.
Eine zentrale Neuerung sind „graue“ und „schwarze Listen“, die genau festlegen, welche Handelspraktiken künftig verboten oder als riskant gelten. Diese Struktur orientiert sich an EU‑Standards und soll Unternehmen klare Orientierung und mehr Rechtssicherheit bieten.
Für österreichische Unternehmen ist die Neuerung besonders relevant: Die Annäherung an den EU‑Regelrahmen bringt vorhersehbare Konditionen, klarere Vertragsstrukturen und stabilere Lieferbeziehungen. Zusätzliche Compliance‑Pflichten sind für österreichische Firmen aufgrund ihrer EU‑Erfahrung gut handhabbar und erleichtern insgesamt den geschäftlichen Zugang zum serbischen Markt.
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