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Nahaufnahme eines Ordners zum Aufhängen, worauf ein Plastikschieber befestigt ist. Darin befindet sich ein Stück Papier, bedruckt mit dem Wort Mindestlohn
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Mindestlohn und Sonderzahlungen treiben Lohnkosten in Slowenien nach oben

Maßnahmen der vorherigen Legislaturperiode sorgen für spürbar höhere Arbeitskosten in 2026

Lesedauer: 1 Minute

Slowenien
10.08.2026
Slowenien erhöhte Anfang 2026 den Mindestlohn um 16% und zählt damit in Europa zu den Ländern mit dem stärksten Lohnwachstum in diesem Jahr. Darüber hinaus wurden Ende 2025 der Winterbonus eingeführt sowie der Urlaubszuschuss erhöht. Durch diese finanziellen Anpassungen kommt es zu steigenden Lohnkosten für Unternehmen.

Die Höhe des Mindestlohns basiert auf den Berechnungen der Mindestlebenserhaltungskosten und liegt in diesem Jahr bei 1.482 € brutto pro Monat. Für eine Vollzeitkraft entspricht dies einem Nettogehalt von 1.000 €. Sowohl der Urlaubszuschuss als auch der erstmals eingeführte Winterbonus werden als Prozentsatz des Mindestlohns berechnet und sind mit dem österreichischen Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld vergleichbar.  Der Winterbonus beträgt 50% des Mindestlohns und lag 2025 bei 638,86 €. Der Urlaubszuschuss entspricht 100 % des Mindestlohns und macht somit 1.482 € aus.

Die Auswirkungen dieser finanziellen Veränderungen zeigen sich in den gestiegenen Arbeitskosten pro geleisteter Arbeitsstunde. Im ersten Quartal 2026 lagen diese durchschnittlich um 3,4% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die stärksten Anstiege der Lohnkosten wurden in den Sektoren Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (+7,6%) sowie Immobilienaktivitäten (+7,2%) verzeichnet. Im Sektor Strom-, Gas-, Dampf- und Klimaanlagenversorgung blieb das Kostenniveau hingegen konstant.

Die Einführung des erstmals ausgezahlten Winterbonus wirkte sich maßgeblich auf die Entwicklung der Lohnkosten aus. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Lohnkosten gegenüber dem Vorjahresquartal um 17,1% und lagen damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 3,8%. Damit verzeichnete Slowenien in jenem Quartal den höchsten Anstieg innerhalb der Europäischen Union.

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