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Ein Frachtschiff mit vielen Containern, das auf einem Gewässer fährt. Im Hintergrund ist ein Hafen mit vielen Hafenkränen
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Bunkerindustrie im südlichen Afrika durch Konflikte im Nahen Osten gefragt

Routenänderungen der Containerschiffe führt zu Nachfrage in Afrikas Häfen

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Südafrika Logistik Maritime Industry
29.04.2026

Seit Ende 2023 meiden Reedereien aufgrund von Angriffen den Suezkanal sowie die Meerenge von Bab el-Mandeb. Zusätzliche geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben die Unsicherheit weiter erhöht und dazu geführt, dass Containerschiffe vermehrt alternative Routen in Betracht ziehen.

Infolgedessen wird zunehmend jene um das Kap der Guten Hoffnung entlang der Küsten des südlichen Afrikas genutzt. Dies ist vorteilhaft für lokale Schiffsbetankungsunternehmen und macht Afrika zu einem neuen Hotspot für Bunkerdienstleistungen. Bunkerlieferanten in Afrika, wie beispielsweise das dänische Unternehmen Monjasa, verzeichnen seit einiger Zeit eine steigende Nachfrage. Gleichzeitig planen neue Marktteilnehmer wie Vitol, Bunker Partner, Peninsula und Flex Commodities ihre Expansion in der Region. Flex Commodities hat ebenso erste Standorte in Namibia aufgenommen.

Jedoch ist die afrikanische Bunkerbranche ebenso mit einigen Hindernissen konfrontiert, die von begrenzter Infrastruktur und Piraterie bis hin zur Versorgungsunsicherheit ebenfalls aufgrund der Sperrung der Straße von Hormus reichen, die die Ölexporte aus dem Nahen Osten einschränkt. Angesichts der knappen Rohölvorräte und der geringen Raffineriekapazitäten wird in allen Bunkerzentren mit einer Verknappung des Heizölangebots gerechnet.

Große Containerschifffahrtsunternehmen wie Maersk, Hapag-Lloyd und CMA CGM haben bereits angekündigt, ihre Routen dauerhaft um das Kap umzuleiten. Dieser massive Wandel ist nicht bloß eine Kursänderung, es handelt sich um ein komplexes logistisches Unterfangen, das tiefgreifende Auswirkungen auf die Betriebskosten von Schiffen und die Stabilität des internationalen Handels hat. Ein Containerschiff mit einer Kapazität von über 20.000 TEU kann je nach Treibstoffpreisen, Schiffsgröße und Geschwindigkeitsprofil zusätzliche Bunkerkosten in Höhe von 400.000 bis 800.000 US-Dollar pro Fahrt verursachen, da es entlang der afrikanischen Küste im Vergleich zum Suezkanal 6.000 bis 9.000 km mehr zurücklegen muss.

Diese Ausgaben sind aber notwendig, da unabhängig vom weiteren Verlauf der geopolitischen Entwicklungen erwartet wird, dass die Volatilität im Nahen Osten noch längere Zeit anhält. Daher könnten die alternativen Schifffahrtsrouten dauerhaft an Bedeutung gewinnen.

Das Ausmaß der Routenverschiebung zeigt sich deutlich entlang der Kaproute: Nach Angaben von Handelskammern stiegen die Umleitungen bis Anfang März um 112 %, was auf eine nachhaltige Veränderung der globalen Logistikprozesse hindeutet.

Experten gehen davon aus, dass nicht nur geopolitische Krisen, sondern auch ein wachsender regionaler Handel sowie Investitionen in die Hafeninfrastruktur die Nachfrage nach afrikanischen Schifffahrtsrouten langfristig stützen werden.

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