Neuer Logistik-Hub in Südtunesien stärkt Handelsrouten im Maghreb
Hafen Zarzis startet Containerbetrieb mit Direktanbindung nach Italien und Libyen und eröffnet neue Chancen für österreichische Unternehmen
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Seit 26. April 2026 fertigt der Hafen Zarzis Containerschiffe ab und etabliert sich damit als neuer logistischer Knotenpunkt im Süden Tunesiens. Mit direkten Verbindungen nach Gioia Tauro (Italien) und Tripolis (Libyen) wird eine effiziente Alternative zum stark ausgelasteten Hafen Radès südlich der Hauptstadt Tunis geschaffen.
Für österreichische Unternehmen eröffnet dies konkrete Vorteile: verkürzte Transportzeiten, geringere Logistikkosten und eine deutlich verbesserte Planbarkeit von Lieferketten – insbesondere für Projekte und Aktivitäten im Süden Tunesiens.
Darüber hinaus gewinnt Zarzis durch seine unmittelbare Nähe zur libyschen Grenze an strategischer Bedeutung. Der Hafen positioniert sich als idealer Umschlagplatz für den libyschen Markt, da Waren über die maritime Route via Italien effizient nach Westlibyen weitergeleitet werden können. Dies reduziert Risiken im Vergleich zum Landtransport erheblich und erleichtert den Marktzugang in einer wirtschaftlich attraktiven, aber herausfordernden Region.
Mit dieser Entwicklung stärkt Tunesien seine Rolle als Logistikdrehscheibe im Maghreb – und Zarzis etabliert sich zunehmend als interessanter Einstiegspunkt für österreichische Unternehmen, die ihre Aktivitäten in Nordafrika ausbauen möchten.
Bei weiteren Fragen rund um das Thema Logistik ist das AußenwirtschaftsCenter Algier via E-Mail an algier@wko.at oder telefonisch unter +213 23 47 28 21 erreichbar.