Südafrika forciert Investitionen in grünen Wasserstoff
Coega-Initiative stärkt globale Rolle des Landes in der klimafreundlichen Energieversorgung und eröffnet Chancen für internationale Industriepartner
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Südafrika treibt den Ausbau seiner Wasserstoffwirtschaft weiter voran: Das milliardenschwere Coega-Projekt zur Produktion von grünem Ammoniak hat einen wichtigen Schritt in Richtung kommerzieller Umsetzung erreicht. Mit einem Investitionsvolumen von rund 5,8 Mrd. US-Dollar zählt das Vorhaben zu den größten Energieprojekten des Landes.
Im Rahmen des Projekts wurde bereits ein zentraler Technologiepartner für Elektrolyse- und Ammoniaklösungen ausgewählt. Ziel ist die Produktion von jährlich rund einer Million Tonnen grünem Ammoniak, der vor allem für den Export nach Europa und Asien vorgesehen ist.
Das Projekt setzt auf erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windkraft, um Wasserstoff durch Elektrolyse herzustellen, der anschließend zu Ammoniak weiterverarbeitet wird. Diese Form gilt als besonders geeignet für den globalen Transport von Wasserstoff.
Die Entwicklung unterstreicht den strategischen Anspruch Südafrikas, eine Rolle in globalen Lieferketten für klimafreundliche Energie einzunehmen. Gleichzeitig zeigt sie den zunehmenden Wettbewerb zwischen Regionen um Investitionen und Marktanteile im Bereich grüner Energieträger.
Für Österreich ergibt sich daraus vor allem indirekte wirtschaftliche Relevanz: Als exportorientierter Industriestandort könnten österreichische Unternehmen insbesondere im Anlagenbau, in der Wasserstofftechnologie und als Zulieferer von Komponenten von solchen Großprojekten profitieren. Gleichzeitig stärkt das Projekt langfristig die energiepolitische Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika, die auch für die Diversifizierung der europäischen Energieversorgung von Bedeutung ist.